Zeitung Heute : Clinton zeigt im Wahlkampf Nerven

Concord - Angesichts einer allgemein erwarteten erneuten Niederlage Hillary Clintons bei der zweiten Vorwahl in New Hampshire zeigt die einstige Favoritin für die US-Präsidentenwahl 2008 Nervosität und spekulieren die USA über einen Wechsel ihrer Wahlkampfstrategie. Die „New York Times“ prognostiziert, sie werde nach einer zweiten Schlappe ihren Kampagnenmanager austauschen und ihre Wahlkampfslogans verändern.

Hillary hatte die erste Vorwahl am Donnerstag in Iowa überraschend deutlich gegen den schwarzen Senator Barack Obama verloren. Am Dienstag stimmte New Hampshire darüber ab, welcher Bewerber offizieller Parteikandidat bei der Hauptwahl im November sein soll. Mit Ergebnissen wurde wegen der Zeitverschiebung erst ab Mittwoch früh drei Uhr deutscher Zeit gerechnet. In fast allen Umfragen lag auch dort Obama mit bis zu 13 Prozentpunkten vorn. Im Laufe des Tages wurden in manchen Wahllokalen wegen der hohen Wahlbeteiligung die Wahlzettel knapp.

Vor Öffnung der Wahllokale hatte ein emotionaler Ausbruch Clintons Spekulationen ausgelöst. Bei einem Auftritt am Montagabend bekam sie feuchte Augen und schüttelte fast verzweifelt den Kopf: Dieser Kampf ist „nicht nur politisch für mich, es ist persönlich. Ich sehe, was vor sich geht. Wir müssen es verhindern“. Die Szene wurde von den Fernsehstationen immer wieder gezeigt, gefolgt von der Frage, ob die Tränen echt oder gespielt seien. cvm

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar