Zeitung Heute : Computerlexikon: F

MARKUS VON RIMSCHA

Die Festplatte (Harddisk) ist ein magnetischer Massenspeicher, auf dem Daten dauerhaft abgelegt werden können.Im Gegensatz zum Arbeitsspeicher sind die Informationen nach dem Ausschalten des Computers hier also nicht verloren, sondern bleiben auf quasi unbeschränkte Dauer bestehen.

Eine einzige Festplatte läßt sich in verschiedene Bereiche, die Partitionen, unterteilen.Innerhalb dieser Partitionen können logische Laufwerke definiert werden, die unter gängigen Betriebssystemen mit einem Laufwerksbuchstaben angesprochen werden.Gängig ist heute der Ultra-DMA (direct memory access) Standard.Die wesentlichen Kennzahlen einer Festplatte sind die Geschwindigkeit und die Kapazität.

Ein wesentlicher Einflußfaktor auf die Geschwindigkeit ist die Anzahl der Umdrehungen pro Minute (upm), mit der die Platte betrieben wird, üblich sind hier 5400 upm.Dabei ist zu beachten, daß höhere Drehzahlen neben der Geschwindigkeit auch das Betriebsgeräusch steigern.Dieser Geräuschpegel ist, insbesondere für Heimanwender, ein nicht zu unterschätzendes Kriterium.Die mittlere Zugriffszeit gibt an, wie lange das Gerät braucht, um eine bestimmte Position auf der Platte anzusteuern und so den Datentransfer einzuleiten.Üblich sind Werte um 10 Millisekunden.Die in der Praxis tatsächlich erzielbaren Werte unterscheiden sich dabei meist von den theoretischen Angaben und können einschlägigen Tests entnommen werden.

Daneben werden Festplatten mit einem eigenen schnellen Zwischenspeicher, dem Cache, ausgerüstet.Durch dieses Verfahren kann der Datentransfer erheblich beschleunigt werden, Werte bis zu 256 Kilobyte sind gängig.Die insgesamt realisierbare durchschnittliche Übertragungsrate liegt mit ca.fünf bis sechs Megabyte pro Sekunde deutlich unter den Maximalwerten, die meist über zehn Megabte liegen.

Das zweite wesentliche Kriterium ist die Kapazität.Bedingt durch den Hunger moderner Betriebssysteme und Anwendungsprogramme sind hier die Grenzen auch für den Heimanwender in den mittleren Gigabyte-Bereich gerutscht.Der Preis pro Gigabyte Kapazität liegt mittlerweile unter 100 DM.

Gerade bei der Kapazität einzelner Partitionen existieren jedoch immer noch Grenzen, die unter anderem durch bestimmte Betriebssysteme gesetzt sind.Die Partition, von der der Computer bootet, also das System startet, darf grundsätzlich nicht größer als acht Gigabyte sein.Oft entstehen aber bereits bei geringeren Werten Probleme.So darf das Laufwerk, auf dem das Betriebssystem installiert wird, oft nicht größer als vier Gigabyte sein, auch wenn derartige Größen für zusätzliche Laufwerke korrekt verwaltet werden.

Unter DOS sowie älteren Windows 95-Versionen, die noch nicht über die FAT32-Dateiverwaltung verfügen, können grundsätzlich nicht mehr als zwei Gigabyte als ein Laufwerk verwaltet werden.Diese Einschränkungen sind aber durchaus verkraftbar, schließlich können die Festplatten insgesamt durchaus größer sein, lediglich die Bereiche, die als ein einziges logisches Laufwerk behandelt werden, sind beschränkt.Im Sinne der Übersichtlichkeit des Systems lohnen sich derart große Bereiche ohnehin nicht.

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