Zeitung Heute : Computerlexikon: G

MARKUS VON RIMSCHA

Die Grafikkarte mit dem daran angeschlossenen Bildschirm stellt die wesentliche Schnittstelle zum Benutzer dar.Die Hauptaufgabe ist die Darstellung zweidimensionaler Bilder, wie sie typischerweise bei Anwendungssoftware wie beispielsweise Office-Programmen vorzufinden sind.Wesentliche Kriterien sind die maximal erreichbare Auflösung, die darstellbare Anzahl an Farben, sowie die Bildwiederholraten.Um moderne Programme sinnvoll nutzen zu können, ist eine Arbeitsauflösung von 800x600 Bildpunkten (bei 15- und 17-Zoll-Monitoren) anzuraten, sonst ist der Bildschirm allein durch Symbolleisten und Menüs gefüllt.Die Karte sollte aber auch die nächsthöhere Auflösung von 1024x768 erreichen.Um dies mit den gängigen 24 Bit Farbtiefe, diese entsprechen 16,8 Millionen Farben, darzustellen, sollte die Grafikkarte über vier Megabyte eigenen Speicher verfügen.Für eine flimmerfreie Darstellung sollte die gewünschte Auflösung mit etwa 80 Hertz Bildwiederholfrequenz dargestellt werden, was meist erreicht wird.Da die 2D-Aufgaben technisch grundsätzlich leicht bewältigt werden, unterscheiden sich die Produkte durch kleine Besonderheiten.So werden beispielsweise virtuelle Bildschirme verwaltet die größer sind, als der dargestellte Bereich.Produkte mit guten 2D-Fähigkeiten sind unter 200 DM zu haben.

Im Spiele-Zeitalter hat aber auch die 3D-Leistung an Bedeutung gewonnen.Hier geht es darum, die aufwendigen Berechnungen zur Darstellung dreidimensionaler Bilder weitgehend auf die Grafikkarte abzuwälzen und so den Hauptprozessor zu entlasten.Hier gibt es zwei grundsätzlich verschiedene Technologien.Während einerseits Varianten angeboten werden, die klassische 2D- sowie moderne 3D-Funktionen vereinen, existieren auch reine 3D-Beschleunigerkarten, die zusätzlich zu einer 2D-Grafikkarte eingesetzt werden.Die Kombi-Lösungen arbeiten meist mit dem i740-Chip von Intel oder dem MGA G200 von Matrox.Die i740-Varianten sind für 200 bis 300 DM zu haben während der neue MAG G200 noch 500 DM kostet.Das ältere Konzept einer zusätzlichen Karte allein für 3D-Aufgaben ist aber nach wie vor leistungsstärker.Hier wird meist der Voodoo-Chip eingesetzt.Diese Technik ist jedoch etwas teurer, abgesehen von der benötigten klassischen Grafikkarte kostet eine Voodoo-Beschleuniger-Karte kaum unter 200 DM, moderne Voodoo-II-Versionen schlagen schnell mit 500 DM zu Buche.Erst bei diesen 3D-Anwendungen macht sich die Leistungsfähigkeit des AGP-(accelerated graphics port)-Systems neuer Pentium-II-Systeme überhaupt bemerkbar.Für das reine Arbeiten und die dafür nötigen 2D-Aufgaben sind die PCI-(peripherial component interconnect)-Systeme vollkommen ausreichend.

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