Zeitung Heute : Computerraum eingeweiht

GERRIT-RENE RÖMER,KURT SAGATZ

KPMG-Spende ermöglicht PC-Unterricht in Uhland-GrundschuleVON GERRIT-RENE RÖMER UND KURT SAGATZ

Im Rahmen der Tagesspiegel-Kontaktbörse "Computer in die Schulen" wurden am Mittwoch der Uhland-Grundschule in Charlottenburg fünf Computer sowie ein Drucker und ein Handscanner übergeben.Die Geräte, darunter vier portable Rechner, wurden von der KPMG Unternehmensberatung GmbH gespendet.Die Beratungsgesellschaft ist unter anderem im Bereich der Informationstechnologie tätig, und weiß deshalb die Notwendigkeit von Computerfertigkeiten einzuschätzen.Für KPMG-Niederlassungsleiter Thomas Wolf ist die Spende deshalb auch eine "nicht ganz uneigennützige Form der Nachwuchsförderung".Außerdem sei man froh, das schlechte Gewissen einer Firma zu entlasten, die alle drei Jahre der technischen Entwicklung Tribut zollen und ihre alten Geräte durch neue PCs ersetzen müsse, so Wolf.Im Rahmen der Kontaktbörse, die vom Tagesspiegel und der Berlin-Brandenburger Initiative "Wirtschaft födert Schulen" organisiert wird, wurden bislang über 100 PCs und über 150 Peripheriegeräte gespendet. Die Uhland-Schule will die PCs im Fremdsprachen-, Rechen- und Integrationsunterricht einsetzen, erläuterte Schulleiterin Monika Blau.Die Schule verfügte zwar bereits seit einem Jahr über einen Computerraum, allerdings reichten die Mittel seinerzeit nicht mehr für die Anschaffung der benötigten Geräte aus.Nun soll Schritt für Schritt mit dem Computerunterricht begonnen werden.Ziel sei es, den Kindern möglichst spielerisch den Umgang mit Hard- und Software nahebringen, wie dies in anderen Ländern längst alltäglich sei.Gerade bei Schülern, die Deutsch nicht als Muttersprache erlernen, sieht Frau Blau Chancen, daß Computerkenntnisse mit einer Verbesserung des Wortschatzes einhergehen können. Eine stärkere Förderung der Grundschulen bei der Ausrüstung mit Computern wünscht sich auch Volker Marquardt von der Schulaufsicht des Landesschulamtes."Mein Traum ist es, stärker in die Grundschulen zu gehen", sagte Marquardt, der im Landesschulamt unter anderem für den Bereich der informationstechnischen Grundbildung verantwortlich ist.Zudem sprach sich Marquardt für die bessere Nutzung der vorhandenen Geräte aus.Es könne nicht sein, daß die teuren Computer nur an zwei Stunden am Tage zum Einsatz kommen, denkbar sei beispielsweise die gemeinsame Nutzung durch verschiedene Schulen. Mithilfe der Computer in der Uhland-Grundschule könne nun im Werkstatt-Trakt auch eine Schreibwerkstatt entstehen, so Marquardts Vorstellung."Warum sollte dort nicht auch einmal ein Liebesbrief geschrieben werden?" fragt er etwas ironisch.Anstatt Liebesbotschaften erscheint aber zunächst der Text von Katharina, Susi und Janine auf dem Bildschirm: "Es macht viel Spaß an einem Computer zu schreiben, zu lernen und zu spielen." Katharina und Susi haben wie die meisten Kinder der Klasse 5c, die zuerst in den Genuß des Computerunterrichts kommen wird, auch einen Computer zu Hause, mit dem durchaus schon einmal ein Textverarbeitungsprogramm genutzt wird.

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