Zeitung Heute : Constantin Film AG: Eichingers Unternehmen schreibt erstmals schwarze Zahlen

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Die Constantin Film AG, München, hat im Geschäftsjahr 2000 erstmals schwarze Zahlen geschrieben und den Umsatz kräftig gesteigert. Wie das am Neuen Markt notierte Unternehmen am Montag mitteilte, stieg der Gewinn vor Steuern und Zinsen (Ebit) im Vergleich zum Vorjahr um 11,2 Millionen Euro (21,91 Millionen Mark) auf 6,4 Millionen Euro. Der Umsatz kletterte um 51,5 Millionen Euro auf 116 Millionen Euro und übertraf damit die Planzahlen. Im laufenden Geschäftsjahr peilt Constantin einen Umsatz von 140 Millionen Euro und ein Ebit von 14 Millionen Euro an.

Den größten Umsatzanteil trugen im vergangenen Jahr die Kinoerlöse mit insgesamt 53 Millionen Euro bei. Mit mehr als 19 Millionen Kinobesuchern war Constantin damit nach eigenen Angaben der erfolgreichste Verleiher im deutschen Kinomarkt. Nur die Verleihgemeinschaft UIP, in der die US-Studios Paramount, Universal, MGM und Dreamworks zusammenarbeiten, hatte zusammengerechnet eine noch höhere Besucherzahl. Mit Fernseh-Lizenzrechten erzielte das Unternehmen einen Umsatz von 27,5 Millionen Euro und mit Video- sowie DVD-Rechten von 9,3 Millionen Euro. Auf die Auftragsproduktion entfielen Umsätze von 21,3 Millionen Euro.

Constantin teilte zugleich mit, die an Constantin beteiligte Kirch-Gruppe habe im vergangenen Jahr 375 000 Aktien verkauft und ihre Beteiligung damit auf 21,3 Prozent verringert. Die so genannten Lockup-Fristen, innerhalb derer ein Anteilsverkauf verboten ist, seien eingehalten worden. Constantin-Chef Bernd Eichinger halte derzeit 25,2 Prozent, der Medienkonzern EM.TV 16,5 Prozent. 37 Prozent der Anteile waren in Händen freier Aktionäre. An der Börse wurden die guten Geschäftszahlen und der Ausblick ins laufende Geschäftsjahr honoriert. Die Constantin-Aktie stieg gegen einen insgesamt schwachen Markt am Nachmittag um 2,5 Prozent auf gut 24 Euro.

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