DANCEFLOORThe Black Eyed Peas : Die Mischkalkulation macht’s

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Will.I.Am (Foto, 2. von links) ist einer dieser Typen, die die Popwelt immer wieder elektrisieren. Natürlich greift der Kopf der Black Eyed Peas auch mal mächtig daneben (siehe: obige Kostümwahl). Doch seine Geistesblitze wie etwa der Obama-Wahlkampf-Spot „Yes, we can“ überstrahlen seine Misserfolge bei weitem. So verkauften sich die Black Eyed Peas-Alben „Elephunk“ und „Monkey Business“ mehr als 30 Millionen Mal. Das aktuelle, fünfte Werk „The E.N.D.“ hielt sich in den USA 38 Wochen in den Top Ten der Charts.

Gerne hätte man auch gehört, was Will.I.Am und Michael Jackson zusammen ausgeheckt haben. Der 35-Jährige war vom King of Pop als Produzent seines Comeback-Albums angeheuert worden. Daraus wurde ja bekanntlich nichts mehr. So blieb Will.I.Am, der eigentlich William James Adams Jr. heißt, mehr Zeit für sein Mode-Label. Und natürlich für The Black Eyed Peas. Deren Massenerfolg begann mit dem Jahr 2003, als Sängerin Fergie für Kim Hill in die Gruppe kam. Anschließend klang das Multikulti-Quartett ein wenig wie die 2.0-Version der Fugees. Ihre HipHop-Anfänge ließen die Kalifornier zugunsten einer Mischkalkulation aus R’n’B, Pop und Electro hinter sich, was sie für ein größeres Publikum attraktiv macht.

„The E.N.D“ (The Energy Never Dies) verkörpert diese Strategie in Reinform: Tanzbeats treffen auf knallige Synthie-Sounds, dazu wird kräftig am unvermeidlichen Autotunes-Effektgerät gedreht. Die Texte handeln wie immer von Liebe, Sex und Party. Es ist einfache, extrem eingängige Popmusik, die Will.I.Am sehr transparent produziert hat. Und mit „Boom Boom Pow“ und „I got a Feeling“ hat er mal wieder sein Händchen bewiesen. Nadine Lange

O2 World, Sa 15.5., 20 Uhr, ausverkauft

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