Zeitung Heute : Daniel Barenboim, Dirigent

Befragt von Beatrix Schnippenkoetter

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WAS ICH MAG

1.Beim Aufwachen: Weiterschlafen.

2. Zu Hause: Dort zu sein.

3. An Musik: Mus ik darauf antworten?

4. Beim Dirigieren: Dass ich mit 100 Musikern eine

gemeinsame Lunge haben kann.

5.Im Orchestergraben: Dass ich beim Dirigieren

Pantoffeln tragen kann.

6. Am Klavier: Dass es selbstständig steht und ich es nicht wie eine Geige halten muss.

7. An Deutschland: Dass es eine sehr

disziplinierte Demokratie ist.

8. An Israel: Die Mischung aus europäischer Kultur und der Kultur des Nahen Ostens.

9. An Palästina: Dass die Menschen trotz der

schwierigen Situation nicht verbittert sind.

10. Ein Satz, den ich gerne öfter hören würde: Warum?

WAS ICH NICHT MAG

1. Beim Aufwachen: Dass es stattfindet.

2. Zu Hause: Dass meine Kinder nicht mehr dort sind.

3. An Musik: Dass man sie in Aufzügen und

Flugzeugen hört.

4. An der Staatsoper Berlin: Dass sie

sanierungsbedürftig ist.

5. Im Orchestergraben: Dass es dort oft zu eng ist.

6. Am Klavier: Dass ich es nicht umarmen kann.

7. An Deutschland: Teile seiner Geschichte.

8. An Israel: Dass viele Menschen dort nicht

sehen wollen, dass ihr Schicksal untrennbar von

dem der Palästinenser ist.

9. An Palästina: Dass viele Menschen dort nicht

sehen wollen, dass ihr Schicksal untrennbar

von dem der Israelis ist.

10. An meinem Leben: Dass es eines Tages

aufhören wird.

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