Zeitung Heute : Das Aktuelle Computerlexikon: B

25.04.1998 00:00 Uhr

Ausgabeeinheit BildschirmDer Bildschirm (Monitor) ist über eine Grafikkarte mit der Systemeinheit des Computers verbunden.Er fungiert als Abbild der vom Computer abgerufenen oder ihm eingegebenen Daten.Da der Monitor eine so zentrale Funktion hat, ist es ratsam, bei der Anschaffung einige Kriterien zu beachten: Die bewußte Wahl des Bildschirms erspart einem (im günstigsten Fall) später technische und gesundheitliche Nachteile. Die Monitore erzeugen ihr Bild durch eine Kathodenstrahlröhre, in der ein Elektronenstrahl über den Schirm geführt wird.Dessen mit Phosphor beschichtete Innenseite "leuchtet" beim Auftreffen des Elektronenstrahls.

Bei Farbmonitoren bedarf es drei solcher Elektronenstrahlen in den Farben Grün, Blau und Rot. Für Laptops gibt es andere Bildschirm-Techniken, die entsprechend weniger Raum und Gewicht einnehmen: Die häufigste Variante sind Flüssigkristall-Displays (LCDs), die auch bei jedem billigen Taschenrechner verwendet werden.Ihr Nachteil besteht in geringem Kontrast, mangelnder Schärfe und einem trägen Bildaufbau.Eine befriedigende, aber auch teurere Lösung für Flachbildschirme bietet das Aktiv-Matrix-Display: Dabei wird jeder Bildpunkt von einem eigenen Transistor gesteuert.Die Qualität der integrierten Flachbildschirme reicht zumindest bis heute noch nicht an die eines extern angeschlossenen Röhren-Monitors heran; daher ist die Anschaffung eines solchen in jedem Fall empfehlenswert. Normalerweise bestimmen Größe und Preis die grobe Auswahl: Die gängigen Formate sind 15 Zoll (38 cm) oder 17 Zoll (43 cm) in der Bildröhrendiagonale.Auch 21-Zoll-Bildschirme (53 cm) sind handelsüblich, aber entsprechend teurer.Die Größe bedingt die Auflösung, also die Anzahl der waagerechten und senkrechten Punkte (Pixel), aus denen sich ein Bild auf dem Schirm zusammensetzt.Die Auflösung ist für die Qualität des Bildes maßgebend: Die Größe der Pixel sollte ein optimales Verhältnis zu ihrer Anzahl haben.Keine Frage: Größere Monitore ermöglichen neben mehr Platz auch bessere Auflösungen. Doch es sind noch eine Reihe anderer Faktoren für die Bewertung eines Monitors maßgebend: Wie stark strahlt und flimmert er? Wie rein sind die Farbabstufungen? Gibt es sichtbare geometrische Verzerrungen? Wie glatt wechseln helle und dunkle Bilder? Neben geringer Bearbeitungsqualität kann sich ein schlechter Bildschirm auch durch geschwollene Augen und hämmernde Kopfschmerzen am Nutzer rächen.Dafür können Unschärfe, Moiré (ringförmige Muster auf dem Bildschirm) oder auch eine hohe Strahlenemission verantwortlich sein.Geräte ohne diese Mängel sind hingegen "strahlungsarm".Diese Versicherung allein garantiert jedoch nicht, daß der Monitor an allen Strahlungsarten "arm" ist: Es treten nämlich neben "weichen" Röntgenstrahlen auch elektrostatische und magnetische Emissionen auf, dann knistert es auf dem Schirm, wenn man mit der Hand darüberfährt.Für Strahlungswert-Empfehlungen gibt es inzwischen diverse Normen, so zum Beispiel die DIN EN 29241 oder die strengen schwedischen Normen MPR II und TCO 95. Der neben der Auflösung deutlichste Qualitätsbeweis eines Bildschirms ist weitgehende Flimmerfreiheit.Diese hängt von der in Hertz (Hz) gemessenen Bildwiederholfrequenz (Vertikalfrequenz) ab.Ein Farbmonitor sollte mindestens 75 Hz haben, um als augenschonend gelten zu können. Die Überprüfung all dieser Kategorien sollte man, schon der Gesundheit wegen, sich und dem Verkäufer ruhig zumuten.Aber Achtung: Aufgrund der gerätespezifischen Abweichungen muß man sich auch genau den Vorführbildschirm einpacken lassen und nicht nur ein Gerät gleichen Typs.

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