Zeitung Heute : Das Aktuelle Computerlexikon: E

Sie huscht und flitzt durchs Bild und verkriecht sich manchmal in den Ecken.Hin und wieder bleibt sie stehen und nagt sich fest.Und manchmal reagiert sie gar nicht mehr; dann ist sie tot.Die Computer-Maus verhält sich auf dem Bildschirm ähnlich wie ihr natürliches Vorbild.Dabei kam die bekannteste Eingabeeinheit vermutlich nur wegen ihres Aussehens zu ihrem Namen: Klein ist sie, grau, mit einem langen Schwanz.Natürlich ist mit der Maus nur das Gerät selbst gemeint und nicht der Bildschirm-Zeiger (Cursor), dem sie Signale sendet.

Die mechanische Maus funktioniert folgendermaßen: Die Bewegung der Kugel an ihrer Unterseite wird in Form von elektrischen Impulsen an den Bildschirm übertragen und bewegt dort den Cursor.Anders die optische Maus: Sie funktioniert fotoelektrisch, mit Lämpchen und Fotoelektroden.Dazu ist eine Arbeitsfolie mit einem Raster notwendig: Bewegt sich die Maus auf der Folie, wird die entsprechende Position auf dem Bildschirm errechnet.Die mechanische Maus ist auf jeder halbwegs ebenen Unterlage verwendbar, die optische benötigt immer besagte Rasterfolie.Dafür verschmutzt und verschleißt die erstere schneller.Eine dritte Option bietet die Maus mit Infrarot- oder Funksignal: Dabei kann auf ein Verbindungskabel, bei Funk sogar auf den direkten Sichtkontakt verzichtet werden.Das Umherschieben der Maus - also der Kugel samt dem Gehäuse - erfordert aber in jedem Fall Platz auf dem Schreibtisch.Der kann durch einen sogenannten "Trackball" eingespart werden: Die Kugel wird dabei direkt mit den Fingern bewegt, das Gehäuse steht fest."Trackballs" eignen sich besonders für mobile Computer.

Auch was die Form angeht, hat die kleine, graue Maus eine Entwicklung durchgemacht: Es gibt sie mittlerweile in verschiedenen Größen und Farben, phantasievollen und streng ergonomischen Formen.Neben der Tastatur führt man mittlerweile nämlich auch auf die Maus das Entstehen gesundheitlicher Probleme zurück: Bei sehr häufiger Benutzung (zum Beispiel für Grafikprogramme) kann sich das "RSI"-Syndrom ("Repetitive Strain Injury" - "Wiederkehrende Zerrungen") einstellen.Um einen solchen "Mausarm" zu vermeiden, werden ständig neue Mausarten und -formen entwickelt.Wichtig ist es dabei, die Belastung vom Arm auf die Finger zu verlagern.Beim Kauf sollte auch die technische Kompatibilität beachtet werden: Wie die Mäuse, so unterscheiden sich auch die Anschlußsysteme.

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