Zeitung Heute : Das BIOS ist die Basis eines jeden Computers

MARKUS VON RIMSCHA

Das BIOS (Basic Input Output System) ist das grundlegende Konfigurationsprogramm, das den Computer in erster Linie darüber informiert, welche Hardware-Komponenten zur Verfügung stehen.Die Meldung, die dem Anwender mitteilt, daß er das "Setup" per Tastendruck aufrufen kann um dort die teilweise recht komplizierten Einstellungen vorzunehmen, erscheint nach dem Anschalten des Rechners erscheint meist nur relativ kurz.So soll einerseits der Laie nicht verwirrt werden, andererseits dient dies der Sicherheit - niemand gerät aus Versehen in die Eingabemaske.

Klassische Probleme, die das BIOS früher dem Anwender bereitete, gehören mittlerweile der Vergangenheit an: Die Größe des zur Verfügung stehenden Arbeitsspeichers oder die Kapazität der vorhandenen Festplatten werden heute automatisch erkannt.Grundsätzlich hat das BIOS eine Standard-Einstellung, die problemlos arbeitet, wenn hier auch meist nicht gerade die effizientesten Möglichkeiten genutzt werden: Sicherheit hat Priorität."Plug-and-Play"-Karten von Zusatzgeräten, die man nur einstecken braucht und automatisch konfiguriert werden, sollten vom BIOS selbständig erkannt werden und ohne manuelle Eingriffe funktionieren - zumindest wenn die entsprechende Funktion aktiviert ist.Das sollte in der Standardeinstellung vorgesehen sein.So kommen viele Anwender nie in die Verlegenheit, sich durch die BIOS-Einstellungen kämpfen zu müssen.

Neben der reinen Hardware-Konfiguration enthält das BIOS aber auch verschiedene Informationen, bei denen der Anwender durchaus selbst Hand anlegen sollte.So steht ein kleiner Viren-Schutz zur Verfügung, der zwar nur recht rudimentär arbeitet, aber meist hilfreiche Warnmeldungen ausgibt und daher durchaus interessant ist.Ferner können Einstellungen über das Power-Management vorgegeben werden.Hier wird dem Rechner mitgeteilt, wann einzelne Komponenten wie beispielsweise Festplatten oder der Monitor abzuschalten sind, wann sich der Computer "schlafen legt".

Derartige Einstellungen sind weniger sensibel als die Hardware-Spezifikationen.Es besteht kaum Gefahr, daß der Rechner nach einer Änderung der Werte nicht mehr läuft.So kann hier auch der Laie verhältnismäßig gefahrlos seine Vorstellungen verwirklichen.Grundsätzlich kann die Arbeitsgeschwindigkeit durch entsprechende Vorgaben, die genau auf das jeweilige Rechner-System ausgelegt sind, gesteigert werden.Es empfiehlt sich, die Änderungen gegenüber der Standardkonfiguration zu notieren, nur so kann eine funktionierende Einstellung jederzeit und ohne viel Aufwand wiederhergestellt werden.Eine gewisse Bedeutung könnte das BIOS für den Endverbraucher zur Jahrtausendwende erhalten: ältere BIOS-Varianten haben Probleme mit dem Datumswechsel von 1999 auf 2000.Die einfachste Variante, verschiedenen Betriebssystemen das Jahr 2000 nahezubringen, ist eine direkte Einstellung im BIOS.Und nebenbei kann man auf gleiche Weise schon heute erfahren, ob der Rechner den Datumssprung schafft.

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