Zeitung Heute : Das Hamburger Boulevard-Blatt hat Auflagenrückgänge nicht in den Griff bekommen

Die zum Verlag Gruner+Jahr gehörende "Hamburger Morgenpost" steht unmittelbar vor dem Verkauf. Das wirtschaftlich angeschlagene Boulevard-Blatt gehe zum 1. November an eine Gesellschaft, die der Hamburger Medienunternehmer Frank Otto und der Galerist Hans Barlach gegründet haben, berichtete "Die Welt" vorab. Die Käufer des Blattes hätten eine City Boulevard Betriebsgesellschaft gegründet, an der Otto zwei Drittel und Barlach, der auch im Hamburger Immobilienmarkt tätig ist, ein Drittel halte, hieß es weiter. Bereits vor rund einem Jahr hatte Barlach die Wochenzeitung "Hamburg Rundschau" erworben. Die "Hamburger Morgenpost" hatte in den letzten Jahren - wie von dieser Zeitung am Mittwoch berichtet - trotz neuer Konzepte Auflagenrückgänge nicht in den Griff bekommen.

Um die Kosten zu senken, hatte Gruner+ Jahr in Berlin eine Gemeinschaftsredaktion installiert. Sie beliefert die eigenen Blätter Mopo Hamburg, Berliner Kurier und Mopo Sachsen sowie den Kölner Express. Geplant war, nach Angaben von Brancheninsidern - trotz heftiger Dementis des Verlages - ein Gegenstück zur Hamburger Bundesredaktion der Bild-Zeitung aufzubauen. Langfristig sollte die Berlin-Redaktion den Zeitungsmantel liefern. Aus der neuen Redaktion war jedoch zu hören, dass die örtlichen Redaktionen streng auf ihre Eigenständigkeit achten.

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