DAS SPIELE ICH : Charlie Parker ist mein Held

Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt. Diesmal: Django Bates, Jazzmusiker

FOTO: MARTIN MUNCH
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Im Prinzip habe ich schon seit meiner Kindheit die Musik von Charlie Parker gehört. Ich wusste, dass das gute Musik ist, so wie eben Essen gut ist. Sie war Nahrung für mich, überlebenswichtig. Zu einer Zeit, in der meine Schulfreunde sich nur für Fußballer interessiert haben, ergriff meine Vater die Chance und lieh mir die Biografie „Bird Lives“. Dieses Buch wirft einen ziemlich romantisierenden Blick auf das Leben Charlie Parkers. So fand ich meinen Helden. Ich lebte damals in einem langweiligen Vorort von London und war mit meiner speziellen Begeisterung praktisch alleine. In der Hoffnung, einen anderen Bird-Maniac zu treffen, fing ich beim Warten auf die Bahn an, Bebop-Stücke zu pfeifen. Überraschenderweise hat das tatsächlich geklappt. Den Saxofonisten Steve Buckley habe ich tatsächlich über ein gepfiffenes Lied kennengelernt (...). Das Pianotrio ist natürlich eine beliebte Konstellation bei Musikern und Jazzliebhabern auf der ganzen Welt. Daher entschied ich mich für dieses klassische Trio-Line-up, um mich in Birds Musik zu vertiefen. Meiner Meinung nach macht es keinen Sinn, eine Platte aufzunehmen, bevor man nicht was Besonderes zu sagen hat. Jetzt ist es an der Zeit, etwas Besonderes zu sagen: Bird Lives!

JazzFest Berlin: Django Bates Beloved Bird, 7.11., 20 Uhr, Haus der Berliner Festspiele

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