DAS SPIELE ICH : Die Metamorphose des Orpheus

Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt. Diesmal: Lothar Zagrosek, Chefdirigent

Viele hundert Mal ist der Mythos schon für die Bühne bearbeitet worden. Orpheus, der göttliche Sänger, ist nicht nur der erste Opernheld der Musikgeschichte, er hat seither auch viele Metamorphosen durchgemacht. Eine der spannendsten findet sich in der Deutung durch Oskar Kokoschka / Ernst Krenek. Kokoschka schrieb sich seine Amour fou mit Alma Mahler von der Seele, der Frau Gustav Mahlers, deren Tochter Anna wiederum die erste Ehefrau Kreneks war. Eine Überkreuzung im Biografischen der beiden Autoren, die außerdem beide eine ausgeprägte Doppelbegabung besaßen: Kokoschka als Maler und Dichter, Krenek als Schriftsteller und Musiker. Dieses hochexpressive Werk ist eine theatralische Heldentat des 20. Jahrhunderts! Sie mit dem Konzerthausorchester und einer illustren Sängerschar hörbar und mit der Unterstützung des jungen Weimarer Operndirektors Karsten Wiegand auch theatralisch sichtbar zu machen, verspricht der Höhepunkt unserer Konzertsaison zu werden – wie in den vergangenen Spielzeiten mit „Die Vögel“ von Braunfels, dem Gluck-Zyklus und „La Finta Giardiniera“ von Mozart.

5./6.2., 20.00 Uhr, Konzerthaus Berlin,

Großer Saal: „Orpheus und Eurydike" – Oper in drei Akten op. 21 von Ernst Krenek (konzertante Aufführung mit Szene)

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar