DAS SPIELE ICH : Wie eine große Familie

Musiker verraten, warum ihnen ein Werk am Herzen liegt. Diesmal: Nils Wogram, Posaunist .

FOTO:  GIULIA MARTHALER
FOTO:  GIULIA MARTHALER

Das Jazzfest Berlin hat mir die Gelegenheit gegeben, vier meiner Bands an zwei Abenden im Quasimodo vorzustellen. Eine Art Werkschau. Alle Gruppen sind für mich Herzensangelegenheiten, und ich nehme keine Wertung zwischen ihnen vor. Exemplarisch möchte ich hier mein Septett vorstellen. Das Ensemble existiert seit 2004 und so lange tüfteln wir an unserem Bandsound. Unser letztes Album heißt „Complete Soul“ und ist vor kurzem erschienen. Für mich ist die Band wie eine große Familie: Sie vereint die unterschiedlichsten Typen, bei denen man aber trotzdem merkt, dass sie sich musikalisch verbunden fühlen und die Stärken und Schwächen des jeweils anderen schätzen und akzeptieren. So entsteht ein toller Ensemblegeist, der weit über die individuellen Fähigkeiten der einzelnen Musiker hinausgeht. Und hier sind internationale Spitzenleute am Werk! Ich als Bandleader liefere nur die Kompositionen und eine gewisse Grundidee und lasse dann die Musiker machen, wie sie lustig sind. Dabei habe ich großes Vertrauen in die Intuition der Leute und glaube, dass nur durch diese Freiheit eine einzigartige Sache entstehen kann.

Jazzfest: Simon Nabatov, Nils Wogram und sein Septett spielen am 2.11. (Quasimodo, 22.30 Uhr). Am 3.11. tritt Wogram mit Root 70 und dem Nostalgia Trio auf

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