Zeitung Heute : Das Sterben geht weiter

Der Tagesspiegel

Vor zwei Jahren herrschte die Goldgräberstimmung in der New Economy, an der Börse und in den Verlagen. Ein Börsengang folgte auf den anderen, und genau so wurde ein Wirtschaftsmagazin nach dem anderen gegründet. Im vergangenen Jahr kam dann die große Flaute. An der Börse, in den Unternehmen – und schließlich auch in den Verlagen. Ein Wirtschaftsmagazin nach dem anderen wurde wieder eingestellt. Doch noch scheint der Markt nicht endgültig bereinigt. Jetzt hat es „Aktien & Co“ getroffen. Der Axel Springer Verlag hat am Mittwoch bekannt gegeben, dass er das wöchentliche Anlegermagazin eingestellt hat. Das Blatt werde in die sonntags erscheinende Finanzzeitung „Euro am Sonntag" eingehen, erklärte der Verlag.

Der Titel kam Anfang 2000 unter dem Namen „Aktien Research" auf den Markt und verbreitete vor allem journalistisch aufbereitete Aktienanalysen namhafter Banken. Später wurde die Zeitschrift der zuvor aufgekauften Münchner Springer-Tochter Finanzen Verlag angegliedert.

Ende letzten Jahres verkaufte das Blatt noch rund 36 000 Exemplare. Nach Angaben einer Verlagssprecherin soll die rund 150 Personen zählende Belegschaft des Münchner Finanzen-Verlages um 20 Prozent verkleinert werden.

Dazu zählt auch Rolf Coppenrath, einer der Geschäftsführer des Finanzen Verlages. Er wird das Unternehmen verlassen. Bevor Rolf Coppenrath zum Finanzen Verlag kam, war er langjähriger Verlagsmanager im Axel Springer Verlag. Marc Reisner, Chefredakteur von „Aktien & Co“ und zuvor stellvertretender Chefredakteur von „Euro am Sonntag“, scheidet ebenfalls aus dem Finanzen Verlag aus. usi

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