DEGUT KOMPAKT : Wo ist was? Die Deutschland zum Kochen bringen
19.10.2011 15:50 UhrDie 27. Deutschen Gründer- und Unternehmenstage (deGUT) finden vom 21. bis 22. Oktober 2011 statt. Mit mehr als 120 Ausstellern aus ganz Deutschland und einem umfangreichen Seminar- und Workshopprogramm ist die
deGUT eine der wichtigsten Messen, die umfassend zum Thema Existenzgründung und Unternehmertum informieren. Experten und Berater von
Banken, Wirtschaftsverbänden, Kammern und anderen Institutionen sowie erfolgreiche Unternehmer beantworten alle Fragen rund um den Start in die Selbstständigkeit. Auch etablierte Unternehmen können hier neue Erkenntnisse in den Bereichen Marketing, Verkauf, Recht oder Personal gewinnen.
Im Rahmen der deGUT zeichnet die KfW Bankengruppe in diesem Jahr wieder sechzehn Firmen mit dem Unternehmenspreis „GründerChampions“ aus. In jedem Bundesland hat die Jury ein erfolgreiches Jungunternehmen gesucht, das innovative Ideen verwirklicht und ökologische und soziale Verantwortung übernimmt.
ÖFFNUNGSZEITEN
Freitag, 21.10.11, 10–18 Uhr
Sonnabend, 22.10.11, 10–18 Uhr
VERANSTALTUNGSORT
Hangar 2, Flughafen Tempelhof
Platz an der Luftbrücke 5
12101 Berlin
U-BAHN-VERBINDUNG
U6 Platz der Luftbrücke
EINTRITTSPREISE
Tagesticket an der Kasse: 15,00 €
Zwei-Tagesticket: 25,00 €
Tagesticket ermäßigt (Schüler, Studenten, Arbeitslose, ALG II-Empfänger,
Auszubildende, Rentner): 5,00 Euro
Kinder (bis 14 Jahre): freier Eintritt
VERANSTALTER
Seit 2008 wird die deGUT von der Investitionsbank Berlin (IBB) und der Investitionsbank des Landes Brandenburg (ILB) veranstaltet. aka
Weitere Infos und das Programm: www.degut.de
Drei oder vier Supermärkte hatten sie abgeklappert, als sie verwirrt auf ihre Einkaufstüten schauten. Sie wollten doch nur ein simples Rezept nachkochen. Nie hätten sie gedacht, dass es so schwierig werden würde, alle Zutaten und die in den richtigen Mengen zu bekommen. „Das Thema Selbstkochen wurde vom Handel ignoriert“, sagt Max Renneberg. Und so entstand die Idee vom „Kochhaus“, dem „begehbaren Kochbuch“, wie es die Gründer Renneberg, Ramin Goo, Karl Dieterich, Dorothée Stöber und Benjamin Rendtorff nennen. Für ihre Idee wurden sie als Gründerchampions des Landes Berlin von der KfW-Bankengruppe ausgezeichnet.
Es hat einige Jahre gedauert, bis die Idee ausgereift war. Doch im September 2010 eröffnete schließlich das erste „Kochhaus“ in Schöneberg. „Wir wussten überhaupt nicht, ob es funktioniert“, sagt Renneberg, „wir machten einfach die Tür auf und guckten, was passiert.“ Es funktionierte, im März dieses Jahres machte „Kochhaus“ Nummer zwei in Prenzlauer Berg auf.
Die 18 Rezepte von Vor- und Nachspeisen, Suppen, Salaten und Hauptgerichten sind an 18 anthrazitfarbenen Tischen aufgebaut. Am Tisch mit der Schiefertafel „Gebratener Ziegenkäse mit Rucola und Portweinfeigen“ liegt Ziegenkäse abgepackt in einer Kühltruhe und Feigen liegen in einem Weidenkorb; daneben stehen Weinflaschen. Pfefferkörner und Salz. Kurz: Jede einzelne Zutat liegt in genau der Menge auf dem Rezeptetisch, wie sie in den Kochtopf gehört. Dazu gibt es eine Schritt-für-Schritt-Anleitung mit Fotos zum Mitnehmen.
„Viele Kunden sind Kochlaien und oft mit Rezepten überfordert“, sagt der 33-jährige Renneberg, „wir nehmen die Komplexität raus.“ Die „Message“ sei: Jeder kann kochen. Die Rezepte handeln die „Kochhaus“-Köche und der Einkauf aus, sie werden etwa sechsmal ausprobiert. Saisonale Produkte überwiegen. Ein Rezept bleibt sechs bis acht Wochen, jeden Freitag werden drei ausgetauscht. Bei vielen Gerichten schlägt die italienische Küche durch. „Sie ist einfach und geht schnell“, sagt Renneberg, „die Menschen sollen abends nach der Arbeit nicht noch Stunden am Herd stehen.“
Die „Kochhaus“-Gründer werden ihre Geschichte weiterschreiben. Ein dritter Laden soll noch in diesem Jahr in Hamburg aufmachen, außerdem wollen sie in weitere Kieze in Berlin. Ans internationale Parkett denken Renneberg und seine Kollegen noch nicht. „Wir müssen erst einmal beweisen, dass wir Deutschland zum Kochen bringen können.“
Anja Brandt











