Zeitung Heute : Denker und Lenker

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DER PARTNER

Louis Gallois führt zusammen mit Enders seit vergangenem Sommer den Konzern EADS. Er löste Noël Forgeard, der wegen der großen Probleme bei

der Produktion des Superjumbos A380 zurücktreten musste, ab als Vertreter der französischen Seite ab. Im Gegensatz zu Forgeard, der sich gerne alleine an der EADS-Spitze gesehen hätte und das auch öffentlich lautstark kund tat, ist Gallois zurückhaltender. „Der denkt wie Enders zuallererst ans Unternehmen, auch wenn er keinen Hehl daraus macht, woher er kommt“, heißt es bei Mitarbeitern. Gallois wird wie Enders als „klarer Denker“ beschrieben. Sein Vater, Pierre Gallois, entwickelte die intellektuelle Grundlage der eigenen französischen atomaren Abschreckung, ohne antiamerikanisch zu sein.

DER FÖRDERER

Jürgen Schrempp

steht stellvertretend für eine ganze Reihe von Vorgesetzten, die Enders in seiner Laufbahn gefördert haben. Wobei Schrempp als ehemaliger Dasa-Chef eine der wichtigeren Rollen gespielt hat, Enders’ unternehmerische Talent zu entdecken. Einen langjährigen Mentor hat Enders jedoch nicht. Dafür ist ihm Unabhängigkeit zu wichtig – und zu große Nähe unangenehm. „Er hat sich nie an jemanden rangeschmissen“, heißt es in seinem Freundeskreis.

DER KONKURRENT

Jim McNerney steht an der Spitze

des US-Luftfahrt- und Rüstungskonzerns Boeing – und ist damit Enders’ schärfster Geschäftskonkurrent. Im vergangenen Jahr haben

die Amerikaner die Europäer – nach einer langen eigenen

Umstrukturierung – wieder bei den weltweiten Bestellungen von Verkehrsmaschinen deutlich überholt. hop

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