DER BUBACK-MORD : Nicht gesichert

Bis heute ist nicht klar, wer den früheren Generalbundesanwalt Siegfried Buback ermordet hat. Gesichert ist nur, dass zwei Personen am 7. April 1977 mit einem Suzuki-Motorrad an einer Tankstelle in der Linkenheimer Landstraße

in Karlsruhe warteten. Sie gaben vor, ihre Maschine zu reparieren. In Wirklichkeit passten sie Bubacks Wagen ab, der kurze Zeit später an einer Ampelkreuzung halten musste. Als die Ampel auf Gelb umschaltete, schoss der Beifahrer, der auf dem Motorrad saß, mindestens 15 Mal in den Wagen. Buback und seine zwei Begleiter wurden tödlich getroffen. Ein dritter Beteiligter wartete in einiger Entfernung mit einem Fluchtauto auf die Mittäter. Das Oberlandesgericht Stuttgart ging 1985 in einem Urteil davon aus, dass Christian Klar, Günther Sonnenberg und Knut Folkerts die Täter waren, wobei Klar wohl das Auto fuhr. Allerdings gibt es Zeugenaussagen, wonach mindestens einer der Täter auf dem Motorrad eine Frau gewesen sein soll. Michael Buback, der Sohn des ermordeten Generalbundesanwalts, glaubt deshalb an eine Beteiligung des früheren RAF-Mitglieds Verena Becker. Er verlangt von der Bundesanwaltschaft Aufklärung darüber, warum dieser Spur nie nachgegangen wurde – und beklagt Ungereimtheiten bei den Ermittlungen. fal

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