Zeitung Heute : Der elektronische Pinsel

MARKUS VON RIMSCHA

Das Grafikprogramm Paint Shop pro geht in die fünfte Runde

Grafikverarbeitung ist zwar einer der faszinierendsten Bereiche moderner Computeranwendungen, aber nicht gerade billig.Seit geraumer Zeit ist Paint Shop pro, eine Anwendung zur Nachbearbeitung von Bildern, eine preisgünstige Alternative zu den grossen und wesentlich kostspieligeren Softwarepaketen.Paint Shop pro ist ein Shareware-Programm.Die Testversion ist kostenlos erhältlich (www.jasc.com) und muß nach 30-tägiger Nutzung entweder gelöscht oder als registrierte Version gekauft werden.

Die neue Version 5.0 besticht durch gewohnt hohen Bedienungskomfort und umfangreiche Manipulationsmöglichkeiten.Von der Anpassung verschiedener Parameter wie Kontrast oder Helligkeit bis hin zu aufwendigen Effekten ist viel geboten.So kann beispielsweise ein reliefartiger Abdruck oder ein Mosaik erstellt werden.

Eines der größten Probleme bei der Grafikverarbeitung ist die kaum noch überschaubare Fülle an verschiedenen Dateiformaten.Ihre Verarbeitung bewältigt Paint Shop pro nahezu meisterhaft.Das Programm kann über 40 Varianten verarbeiten, darunter neben allen gängigen Bildtypen auch beispielsweise Bilder von Kodak-Digital-Kameras und Photo-CDs.Auch das Einlesen von Grafiken über einen Scanner ist möglich.

Die wesentliche funktionelle Neuerung ist die sogenannte Layer-Technik.Ein Bild ist hier aus verschiedenen Schichten aufgebaut, welche einzeln bearbeitet werden können.Die Informationen über die einzelnen Bildebenen gehen auch beim Speichern nicht verloren.Mit diesem Hilfsmittel kann eine Grafik, so wie es der Natur entspricht, aus Hintergrund und verschiedenen Vordergrundobjekten zusammengestellt werden.Wird hierbei ein Teil verdeckt, so bleiben die Bildinformationen erhalten.Wird also ein Teil des Vordergrundes bei einer späteren Überarbeitung verändert, so ist der ehemals dort befindliche Hintergrund wieder sichtbar.

Neben der eigentlichen Funktion als Grafikbearbeitungsprogramm bietet Paint Shop pro auch die Möglichkeit, Schnappschüsse vom Bildschirm zu erstellen und diese dann als gewöhnliches Bild zu handhaben.Einziger Wehrmutstropfen bei dieser Anwendung ist die Tatsache, daß lediglich zwei Videoformate voll unterstützt werden.Die gängigen MPEG-Videos sowie die auf dem Apple Macintosh verbreiteten Quicktime-Filme bleiben ganz außen vor.Das unter Windows verbreitete AVI-Format wird lediglich gelesen.

Die Testversion kann unter www.jasc.com im Internet abgerufen werden.Das deutsche Vollprodukt ist beim Verlag Gisela Lakies in Jameln (email: verlag@jasc.de) ab Juni für 199 DM zu haben, das Update von einer älteren Version kostet 99 DM.

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