Zeitung Heute : Der PC-Einsatz im Unterricht

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Computergestütztes Lernen im Unterricht geschieht im Wesentlichen auf drei Arten: Zum einen geht es um übendes Lernen von umschriebenen Inhalten wie in Mathematik und Deutsch. Zum Zweiten um spielerisches Lernen und Erforschen in offenen Lernsituationen wie es beispielsweise mit Lernabenteuern geschieht. Zum Dritten wird der Umgang mit dem PC selbst gelernt.

Im Unterricht hat jeder dieser drei Bereiche seine Berechtigung. Welche Software für die Schule geeignet ist, hängt entscheidend von diesen Bedingungen ab, wobei die Ausstattung der Computer den Einsatz von Schulsoftware gerade in Grundschulen oft spürbar einschränkt: Speziell für den Unterricht konzipierte Software, wie sie die renommierten Anbieter von Lernsoftware im Programm haben, setzt ein funktionierendes Computer-Kabinett mit einer Vernetzung der Geräte untereinander voraus. In Computer- Räumen arbeiten die Schüler dann einzeln oder in kleinen Gruppen am PC alle an einem zentral installierten Programm. An den einzelnen PCs kann in unterschiedlicher Geschwindigkeit vorgegangen werden. Der Lehrer hat im Regelfall die Möglichkeit, über ein so genanntes Lehrer-Tool den einzelnen Arbeitsplätzen unterschiedliche Aufgaben zuzuweisen. Über ein Kontrolltool ist dann die Überprüfung der Arbeitsfortschritte möglich. Es gibt Fehlerkontrollen und Rückmeldungen, um das zukünftige Lernprogramm für jeden Schüler auf dessen Bedürfnisse hin individuell zusammenzustellen.

Zumeist fällt bei Schulsoftware, die oft auch unter gleichem Namen für den Nachmittagsbereich angeboten wird, der spielerische Ansatz heraus. So fehlt beispielsweise in der Schulversion von "Lollipop" die Abenteuerwelt, die in dem Heim-Programm einen großen Teil des Reizes ausmacht. Unterrichtssoftware ist auf das Arbeiten in Gruppen angelegt, es gibt Tools für gemeinsame Projekte, Ordner, Datenbanken oder Klassenvokabelsammlungen. Der Computer wird somit zum Unterrichtswerkzeug, an dem ein Thema erarbeitet wird.

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