Zeitung Heute : Der Rap zum Buch

Der Tagesspiegel

„Ich bin ein Hip Hopper, lese Harry Potter, das ist der Grund warum ich beim Rappen nie stotter.“ So lautet ein Ausschnitt aus dem „Das sind die Bücher“-Rap von Maxeem & Rob Roy, der für den diesjährigen Welttag des Buches am 23. April produziert wurde. Bereits zwei Tage zuvor, am Sonntag, treten die jugendlichen Lese-Rapper Rob Roy und Maxeem im Haus der Kulturen der Welt auf. Dann liest ein internationales Team dem Publikum rhythmisch die Leviten: Rob heißt eigentlich Ophir Wolff, wurde in Tel-Aviv geboren und lebt wie Maxeem, gebürtiger Moskauer, in Frankfurt am Main.

Der Rap zum Buch hat eine Vorgeschichte: Auf der Frankfurter Buchmesse traten die beiden Rapper auf die Bühne vom Börsenverein des deutschen Buchhandels. Die Mikrophone waren nicht ausgestellt, und die beiden fingen an, im Freestyle zu improvisieren. „Das durchbrach die sonst so betuliche Atmosphäre auf der Buchmesse“, erinnert sich Detlef Bluhm, Geschäftsführer des Verbandes der Verlage und Buchhandlungen Berlin-Brandenburg. Die Veranstalter seien überrascht, aber doch begeistert gewesen. So begeistert, dass die Jungs mit Basballkappe und Wollmütze ihre Telefonnummer hinterlassen sollten. So kam es schließlich zu dem Track „Das sind Bücher“.

Auch wenn Maxeem und Rob Roy beide selbst eher seltener Bücher lesen und auch sonst Texte zu ganz anderen Themen schreiben wie etwa Drogen oder Kriminalität, waren sie offen für das Buchprojekt. „Wir konnten trotzdem unseren Style einbringen“, sagt Maxeem.

Was es mit Büchern auf sich hat, können sich die beiden Schüler doch gut zusammenreimen: „Lesen ist gut geeignet vor dem Schlaf, ein Buch deckt den täglichen Wortschaftzbedarf.“ulg

Maxeem & Rob Roy: 21. April, 17.30 Uhr im Haus der Kulturen der Welt

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