Zeitung Heute : Der schnelle Weg zur eigenen Homepage

HOLGER SCHLÖSSER

Online-Dienste bieten HilfsprogrammeVON HOLGER SCHLÖSSER

Sie heißen Ourworld, My Place und T-Home...- die Homepage-Foren im Internet.Seitdem viele Online-Dienste und Universitäten ihren Mitgliedern Platz im World Wide Web geben, ersetzt die eigene Homepage das Tagebuch, wie kürzlich das Internet-Magazin "Planet" feststellte.Nur die komplizierte Beschreibungssprache für Web-Dokumente, Hypertext Markup Language (HTML), dämpft den Schaffensdrang; doch eine Reihe von Programmen verspricht hier Abhilfe. Angefangen bei den sogenannten Homepage-Wizards, die von den meisten Online-Diensten kostenlos verteilt werden.Diese Programme fragen den Benutzer nach Informationen und erstellen aus den Angaben automatisch eine Homepage.In kurzer Zeit kann mit ihrer Hilfe eine funktionale Seite erstellt werden, die aber den Möglichkeiten des World Wide Webs kaum gerecht wird. Hier kommen die Web-Editoren zum Zuge.Sie funktionieren wie Textverarbeitungsprogramme, die ihre Formatierungsbefehle hinter Icons verstecken.Texte, Bilder und Tabellen können per Mausklick eingefügt und formatiert werden.So ist es denn auch naheliegend, daß diese Editoren in Textverarbeitungsprogramme integriert werden.Für Word für Windows 95 gibt es den Internet-Assistenten, der kostenlos unter der Adresse http://www.microsoft.de abrufbar ist.Mit der Hilfe von Web-Editoren können die Seiten gestaltet werden.Sie erleichtern das Erstellen von Tabellen, beherrschen aber ebenfalls nicht alle HTML-Funktionen.Einen Überblick über die gängigsten Web-Editoren bietet "Das große Buch zu HTML.Publizieren im Internet" aus dem Data Becker Verlag (59 DM). Nur zur Erinnerung: Das HTML-Format wurde geschaffen, damit Wissenschaftler in der ganzen Welt über das Internet Forschungsergebnisse austauschen können.Dies wurde durch den HTML-Standard erreicht, an den sich jedoch nicht alle Browser-Hersteller halten.Beispiel Rahmen (Frames): Mit dieser Erweiterung können mehrere Fenster auf einer Web-Seite erzeugt werden.Leider kennen noch nicht alle Web-Browser den Befehl "Frame" und auch die meisten gängigen Web-Editoren können diese noch nicht erstellen.Eine Übersicht über den augenblicklichen Umfang von HTML 3.2 ist unter http://www.w3.org/ abrufbar. Eine Homepage soll dem Leser Spaß machen; damit er nicht ermüdet, muß das Layout abwechlungsreich und aufgelockert wirken.Das bedeutet: kurze, aktuelle Texte, die mit der Hilfe von Tabellen auch mehrspaltig gesetzt werden können.In einer eigenen Spalte können Bilder neben dem Text stehen oder vom Text umflossen werden.Das Laden von Bildern dauert wegen der schlechten Übertragungsraten noch sehr lange, doch was wäre das Internet ohne sie? Um die Ladezeiten zu verringern, speichert man Bilder zunächst in geringer Auflösung als sogenannte "Thumbnails" (Fußnägel).Ein weiteres Hilfsmittel ist die Komprimierung von Bildern; spezielle Formate, beispielsweise JPEG oder GIF, reduzieren die Bildinformation auf ein Minimum.Das Grafikprogramm Paint-Shop-Pro, das in vielen Grafikforen der Online-Dienste kostenlos abrufbar ist, bietet solche Formate beim Speichern an.Mit ihrer Hilfe kann man kleine Animationen, beipielsweise blinkende Knöpfe oder rollende Bälle erstellen.

Mehr Informationen zum Thema Web-Design findet sich in dem Buch "World Wide Web design guide.Professionelle Web-Sites gestalten" (Markt und Technik, 69,95 DM)..

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