Zeitung Heute : Der Sicherheits-Tipp: Dachboxen - praktisch, aber auch mit Tücken
20.04.2002 00:00 UhrDie Osterreisen sind vorbei und längst bereiten sich viele Autofahrer bereits auf die nächste große Fahrt vor. Und da es bei vielen Autos schon bei der letzten Fahrt das eine oder andere Problem mit dem Gepäck gab, machen sich viele angesichts voll besetzter Rückbank und langer Aufenthalte bereits jetzt Gedanken, wie man das große Gepäck für die Sommerreise unterbringen kann. Denn auch relativ große Gepäckräume sind dann verblüffend schnell voll und eine vorklappbare Rückbank hilft in solchen Situationen auch nicht weiter. Als letzte Ausweichmöglichkeit bietet sich dann das Fahrzeugdach an. Und besonders beliebt für den Dachtransport sind die in den letzten Jahren immer populärer gewordenen Dachboxen.
Denn sie schützen das Gepäck nicht nur gegen Wind und Wetter, sondern auch vor dem unerwünschten Zugriff von Langfingern.
Wer mit Dachboxen unterwegs ist, sollte allerdings ein paar Grundregeln nicht außer Acht lassen. Das beginnt mit der Montage, geht weiter beim Beladen und schließt auch die Änderungen des Fahrverhaltens ein, die durch Dachboxen zwangsläufig auftreten. Befes-tigt werden die Dachboxen auf einem zum Fahrzeug passenden Trägersystem. Und oft müssen auch die Dachboxen selbst noch zusammengesetzt werden. Wer nicht den Platz für die Montage hat oder auch nicht die nötigen Erfahrungen, das ohne Kratzer und Beulen am Fahrzeug zu bewältigen, ist gut beraten, seine Dachboxen gleich beim Fachhändler montieren zu lassen. Das befreit allerdings nicht von der Verantwortung, als Fahrzeuglenker regelmäßig den festen Sitz von Träger und Dachbox zu überprüfen.
Auch eine riesige Box darf man natürlich nicht nach Lust und Laune beladen. Denn zum einen muss man im Rahmen der für das Fahrzeug zulässigen Dachlast bleiben und zum anderen darf man das für das Fahrzeug zulässige Gesamtgewicht nicht überschreiten. Und wenn alle Plätze besetzt und der Kofferraum voll ist, dann sollte man die einzelnen Positionen unbedingt addieren, um sicher zu gehen, dass man nicht mit überladenem Fahrzeug startet.
Empfehlenswert ist es zudem, sich Gedanken über die Verteilung des Ladeguts im Fahrzeug zu machen. Denn besonders schwere Stücke gehören in den Kofferraum, während die Dachbox für leichtes Gepäck reserviert bleiben sollte. Außerdem muss man dafür sorgen, dass die Gegenstände in der Dachbox so gut verstaut und vor allem gesichert sind, dass sie bei schnellen Beschleunigungs- und vor allem Bremsmanövern sowie bei flotter Kurvenfahrt nicht verrutschen.
Und gerade bei Kurvenfahrt sollte man berücksichtigen, dass durch Dachlasten der Schwerpunkt des Fahrzeugs nach oben verschoben wird, so dass bei höherem Tempo die Seitenneigung stark zunehmen kann. Deshalb ist es mit Dachlast angebracht, ein wenig moderater zu fahren. Mit erheblicher Zunahme bei voll beladenem Auto muss man auch bei den Bremswegen rechnen. Und bei noch einem Punkt gibt es bei der Fahrt mit Dachboxen ein Plus - beim Spritverbrauch. Rund zehn Prozent mehr muss man bei aerodynamisch besonders gut gestalteten Boxen einkalkulieren und bis zu 20 Prozent bei weniger windschlüpfigen Konstruktionen. Und je schneller man unterwegs ist, desto kräftiger schlägt der zusätzliche Luftwiderstand in Form von Mehrverbrauch zu Buche.








