Zeitung Heute : Detektiv kann jeder werden

Während Detektive häufig für ihre Auftraggeber in Grauzonen tätig und Geheimnissen auf der Spur sind, ist ihr Beruf bis heute nicht eindeutig definiert.So gelang es der Zunft trotz aller Anstrengungen bislang nicht, ihre Tätigkeit beim Gesetzgeber als Ausbildungs- oder Fortbildungsberuf durchzusetzen.Dementsprechend wird in der Regel Detektiv, wer zuvor schon in einem anderen Beruf gearbeitet hat.Die meisten waren nach Angaben des Bundesverbandes Deutscher Detektive (BDD) zuvor bei Polizei, Bundeswehr oder Bundesgrenzschutz oder haben als Kaufleute gearbeitet.

Um trotz fehlender offizieller Anerkennung eine qualifizierte Ausbildung anzubieten, schufen die Interessenverbände die Zentralstelle für die Ausbildung im Detektivgewerbe (ZAD) mit Sitz in Braunschweig.Sie vermittelt theoretisches Wissen über Lernprogramme, die wiederum die Kölner Staatliche Zentralstelle für Fernunterricht überprüft und zugelassen hat.Praktische Erfahrungen sammeln Bewerber in einem Praktikum bei Detekteien oder als Kaufhausdetektiv.

Bei ihren Einsätzen haben Detektive keinerlei hoheitliche Befugnisse und müssen sich an Recht und Gesetz halten.Vor dem Beginn von Recherchen hat ein berechtigtes Interesse des Auftraggebers vorzuliegen.Damit von Detektiven beigebrachte Beweise vor Gericht Bestand haben, müssen sie auf legale Art und Weise beschafft worden sein.Laut ZAD sind im deutschen Detektivgewerbe rund 18 000 Personen tätig, davon etwa 1000 Privat- und Wirtschaftsdetektive sowie 4000 hauptberufliche Kaufhausdetektive.Dazu kommen 5000 Teilzeit- sowie 8000 Laien- und Hobbydetektive. dpa

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