Zeitung Heute : Die Alleskönner

Smartphones vereinen Handy und Organizer

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Sie können Termine verwalten, Fotos schießen, sogar Word und Excel-Dokumente anzeigen – und im Internet surfen sowieso: Die so genannten „Smartphones“ sind mehr als Handys, es sind Taschencomputer, mit denen man auch telefonieren kann. Verbunden mit dem Schreibtisch-PC, tauschen sie Termine und Kontaktdaten aus, das Einprogrammieren von Handynummern nach dem Neukauf entfällt dafür völlig. Unterwegs mit einem Notebook dienen sie als Funkmodem, aber auch ohne Rechner kann der digitale Nomade damit E-Mails versenden und empfangen.

Deutlichstes Unterscheidungsmerkmal zu allen sonstigen Handys: Die Multitalente erkennen die (saubere) Handschrift ihres Besitzers oder haben eine kleine Buchstabentastatur, so dass das Getippe auf den Zifferntasten wie beim SMS-Schreiben entfallen kann.

Spitzenreiter unter den Alleskönnern ist zurzeit das Sony Ericsson P900 . Es versteckt sein großes Display zur Hälfte unter der Telefontastatur. Auf Knopfdruck springt die Klappe auf, dann ist das Telefon bereit zur Steuerung über einen Stift. Das Gerät ist kaum größer als ein Handy aus den späten 90ern und wiegt mit 150 Gramm etwa auch so viel. Als wechselbaren Speicher (für Fotos, MP3, Videos und Programme) verwendet das P900 den Memorystick Duo. Ohne Vertrag kostet das Smartphone 800 Euro, mit Vertrag ab knapp 400 Euro.

Mehr Organizer als ein Telefon ist der MDA II, den T-Mobile ab 380 Euro mit Vertrag verkauft (ohne: 770 Euro). Baugleich bietet O2 das Gerät als XDA II an. Wer sich den schokoladentafelgroßen Pocket PC ans Ohr stemmt (185 Gramm), sieht ein wenig albern aus, eine Freisprecheinrichtung löst aber dieses ästhetische Problem. Überragend ist das Angebot an Zubehör und Programmen, problematisch aber die Verständigung zwischen dem Mini-Windows-PC und Apple-Computern.

Aus Finnland kommt der Urvater aller Smartphones, die fünfte Generation wurde soeben auf der Cebit vorgestellt. Der Nokia Communicator 9500 wird erst zum Jahresende in den Läden stehen, dort verkauft man jetzt noch das Modell 9210i.

Wer ihn wie ein Notebook aufklappt, verfügt über eine echte Buchstabentastatur und einen außergewöhnlich breiten Bildschirm – zusammengeklappt erinnert der Communicator an einen frühen Handy-Knochen.

Das Warten auf die neue Version lohnt sich, denn Wireless Lan, Bluetooth und Kamera hat der aktuelle 9210i nicht. Das halbe Pfund Hightech kostet rund 700 Euro (mit Vertrag: ca. 350 Euro). ole

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