Zeitung Heute : Die Bibel im Netz

MAURICE SHAHD

"Auf Dein Wort hin will ich das Netz auswerfen..." (Lukas 5,5).Man hält es kaum für möglich, aber bereits in der Bibel steht etwas über das Internet.Kein Wunder also, das der Christliche Internet Dienst (CID) seine Tätigkeit unter dieses Motto gestellt hat.Bereits vor sieben Jahren begann der Dienst mit einer Christlichen Mailbox in den Datennetzen aktiv zu werden."Unser Ziel ist es, christliche Infrastrukturen in den Datennetzen aufzubauen," erläutert Munir Hanna, Projektleiter beim CID.Gestaltet und laufend aktualisiert wird ein eigenes Internet-Angebot ( www.evangelium.de ).Die Website ist ein konfessionsübergreifendes Online-Forum, in dem es Informationen und Gespräche zu christlichen Themen gibt.Träger des CID ist der Verein der Christlichen Gemeinschaften "St.Michael", ein unabhängiges Missionswerk.

Der Christliche Internet Dienst bietet das Leistungsspektrum eines vollwertigen Providers.Die Einrichtung einer Standleitung gehört ebenso dazu wie die Gestaltung von Webseiten."Der Christliche Internet Dienst will professionell, aber nicht profitorientiert arbeiten", erklärt Hanna.Neben einem Stamm festangestellter Mitarbeiter gebe es zahlreiche ehrenamtlich tätige Kollegen."Unsere wichtigste Zielgruppe sind kleine und mittelgroße Organisationen.Privatkunden werden eher nebenbei betreut", beschreibt Hanna die Ausrichtung des Dienstes.Insbesondere christliche Werke und Unternehmen, Kirchen, Gemeinden und Verbände sollen den Dienst nutzen.Zu den Kunden des CID gehören unter anderem die Berliner Heilsarmee und das Christliche Zentrum Berlin.

Privatkunden zahlen beim CID eine monatliche Grundgebühr in Höhe von 15 DM.Darin enthalten sind acht Freistunden, jede weitere Stunde wird mit vier DM berechnet.Es wird weder minuten- noch sekundengenau abgerechnet, so daß für jede angefangene Stunde gezahlt werden muß.Der Kunde erhält zwei E-Mail-Adressen aber keinen Speicherplatz für die eigene Homepage.Bei der Einrichtung des Zugangs hilft eine Installationsanleitung."Eine Hotline gibt es nicht, da wir nur wenige Privatkunden haben", erklärt Hanna.Im Geschwindigkeitstest wurde analog eine durchschnittliche maximale Übertragungsrate der Testdatei (486 Kilobyte) in Höhe von 3,2 Kilobyte pro Sekunde erreicht."Wir garantieren unseren Kunden zwar nur maximal 28 000 Bit pro Sekunde, testen aber bereits schnellere Modems", so Hanna.Bei der ISDN-Übertragung lag das durchschnittliche Maximum bei 4,8 Kilobyte pro Sekunde.Der Christliche Internet Dienst ist ein Provider, der sich eher auf die Betreuung von Organisationen spezialisiert hat.Der Service für Privatkunden ist eher mäßig.Auch bei der Geschwindigkeit und beim Preis sind Einschränkungen zu machen.Der Provider erhält daher die Bewertung "ausreichend".

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