Zeitung Heute : Die interaktive Multimediashow im Radio

Holger Wenk

Was haben Radios wie die ORB-Jugendwelle Fritz und EinsLive vom WDR mit dem ARD-Projekt "Radio Millenium" und dem Internet-Auftritt des MDR gemeinsam? Sie sind alle multimedial und interaktiv. Ob "Ohrenzeuge" oder "TelefonHörerMassaker" - genauso phantasievoll wie die Titel sind auch ihre Macher. "Raumstation" nennt sich die Firma für Medienkonzeption, die 1993 von vier Studenten der Hochschule der Künste Berlin gegründet wurde. Inzwischen gilt sie deutschlandweit als eine der ersten Adressen, wenn es um Innovatives im Schnittpunkt von Radio und Multimedia geht. "Wir wollen Spannendes auf ganz neue Art und Weise erlebbar machen", umreißt Ragnhild Sorensen das Grundkonzept der "Raumstation".

Die vierköpfige Stammbesatzung entwickelt Geschichten, die als lose Folge von Hörspielen und Shows in ganz eigenwilligen Sendeformen umgesetzt werden. Symbolisch für die "Raumstation" ist ihr Klassiker "Ohrenzeuge", der seit sechs Jahren bei Radio Fritz läuft. Eine feste Fangemeinde sorgt dafür, dass der Mitmach-Krimi zu den meistgehörten Sendungen der ORB/SFB-Jugendwelle gehört. In einer Mischung aus Live-Hörspiel und Abenteuer-PC-Spiel helfen Hörer Privatdetektivin Cleo Fischer, knifflige Kriminalfälle in der virtuellen Stadt Wiebelmund zu lösen. Neben anderen Hörfunksendungen mit Comedy-Schwerpunkt und den erwähnten Internetseiten entstehen in Berlin-Treptow auch eine Mystery-TV-Serie für die Bavaria oder die E-Mail-Soap "Aus Lust am Genießen" für Käserei Champignon.

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