Zeitung Heute : Die Macht der anderen

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, seine aus Ghana stammende erste Frau achtete darauf, dass von der Staatsmacht genügend für die Familie abfiel. Aber sie war darin trotz allem umsichtig und überspannte nie den Bogen. Auch wirkte sie mäßigend auf seine Politik, war ihm in Gesprächen eine kluge Beraterin – und zurückhaltend in der Öffentlichkeit. Mugabe verehrte sie sehr. Sie starb 1992 nach schwerer Krankheit.

DER GÖNNER

Thabo Mbeki, Südafrikas Präsident ist Mugabe ein schonender Freund. Er war noch als niedrigrangiges ANC-Führungsmitglied im Exil, als Mugabe schon ein anerkannter internationaler Politiker war. Er scheut sich aus alter Verbundenheit, offensiv gegen Mugabe anzugehen, auch weil die meisten afrikanischen Länder es ähnlich halten. Ganz abgesehen davon, dass ihm ein schwaches Simbabwe durchaus nützlich sein kann.

DER KONKURRENT

Nelson Mandela ,der südafrikanische Staatsmann war für Mugabe der ungeliebte Konkurrent. Während der simbabwische Präsident ein Jahrzehnt lang bis zu Mandelas Freilassung 1990 der unumstrittene Führer und Sprecher des südlichen Afrika war, wurde Mandela zum alles überstrahlenden Mann. Um seine eigene Macht zu demonstrieren, schickte Mugabe gegen Mandelas Ratschlag 1997 Truppen in den Kongo. Die Millionenausgaben dafür brachten am Ende den simbabwischen Staatshaushalt zum Zusammenbruch.

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