Zeitung Heute : Die Nadel im Heuhaufen

RIMSCHA (MARKUS)

Wer sich kein relativ teures kommerzielles Programm kaufen möchte, sondern lieber auf das wesentlich kundenfreundlichere Shareware-Konzept setzt oder kostenlose Freeware-Anwendungen nutzen möchte, der fühlt sich schnell wie bei der Suche nach der berühmten Nadel im Heuhaufen.Bei einer unüberschaubaren Fülle von Programmen, darunter einige von durchaus zweifelhafter Qualität, ist es nicht einfach, die richtige Anwendung zu finden, in der aktuellsten Version natürlich.

Während Fachzeitschriften öfter recht umfangreiche Shareware-Tests durchführen und so einen guten Einblick in den Markt ermöglichen, entstehen spätestens bei der Aktualität der Programme Probleme.Bis eine Programm-Sammlung einmal auf einer gut sortierten Shareware-CD gelandet ist, liegen viele der Anwendungen schon wieder in neueren Versionen vor.In Sachen Aktualität ist jedoch das Internet unschlagbar, was liegt also näher, als hier zu suchen ?

Auf der Seite www.winload.de findet sich ein recht gut sortierter Shareware-Katalog.Ausführlich nach Anwendungsgebieten sortiert liegen hier die unterschiedlichsten Shareware- und Freeware-Programme - das Kompressionsprogramm WinZip oder die Grafikbearbeitung Paint Shop Pro finden sich ebenso wie eine Fülle weniger bekannter Anwendungen.Auch recht spezialisierte Rubriken wie Anti-Virus-Programme, Systemdienste oder die zum korrekten Betreiben von Hardwarekomponenten erforderlichen Treiber sind vorhanden.

Gerade für Hardware-Treiber ist das Internet wie geschaffen, da diese einerseits laufend aktualisiert werden, andererseits meist klein genug sind, um ohne allzu großen Zeitaufwand über das Internet geladen zu werden.

Auf Grund des enormen Angebots kann eine derartige Zusammenstellung selbstverständlich niemals vollständig sein, die eine oder andere Perle fehlt auch hier.So sucht der Grafik-Fanatiker beispielsweise vergeblich nach dem kostenlosen Programm Persistence of Vision zur Berechnung fotorealistischer Grafiken.

Allgemein darf aber nicht übersehen werden, daß das Stöbern im Internet relativ kostenintensiv ist.Hauptsächlich bei der gezielten Suche nach einer bestimmten Anwendung, die sonst nirgends oder nur in veralteten Versionen zu finden war, ist die Suche im Internet der richtige Weg.Wer sich jedoch eine ganze Fülle von Shareware-Anwendungen zum Testen auf den Heim-PC kopieren möchte, der kann durchaus einige Stunden Internet-Aktivität einkalkulieren, mehrere Megabyte pro Anwendung sind bei professionellen Programmen durchaus realistisch.Hier ist sicherlich der Erwerb einer möglichst aktuellen CD anzuraten.

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