DIE ROLLE DER BW-BANK : Günstige Konditionen

Die Affäre um die Finanzierung von Wulffs Wohnhaus in Großburgwedel ist noch nicht ausgestanden. Nicht für Bundespräsident Christian Wulff und auch nicht für seine Bank, die baden-württembergische Landesbank-Tochter BW-Bank. Nachdem Mitte Dezember bekannt wurde, dass die Bank Wulff ein äußerst zinsgünstiges Darlehen zugestanden hatte, das bei normalen Immobilienfinanzierungen keineswegs üblich ist, hatte der SPD-Fraktionschef im baden-württembergischen Landtag, Claus Schmieder, eine interne Revision der Vorgänge in der Bank gefordert. Schmieder ist Mitglied des Verwaltungsrates der Bank und sorgt sich um den Ruf des Bankunternehmens. Mit dem Bericht wird noch zu Jahresanfang gerechnet. Auch die Staatsanwaltschaft in Stuttgart untersucht nach mehreren Anzeigen, ob die BW-Bank dem damaligen Ministerpräsidenten von Niedersachsen ungerechtfertigte Sonderkonditionen eingeräumt hat. Ob es einen Anfangsverdacht gibt und der Staatsanwalt ein Ermittlungsverfahren eröffnen wird, wird in den nächsten Wochen klar sein. Der ehemalige baden-württembergische Finanzminister und Aufsichtsratsvorsitzende der BW-Bank, Willi Stächele, stellte derweil klar: „Ich war in Sachen Wulff- Kredit bei der BW Bank nie vermittelnd oder Kontakt herstellend tätig.“ asi/apz

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