Zeitung Heute : DIE SCHELL-KUR

Nach 50 Jahren im Berufsleben, ohne einen Tag gefehlt zu haben, da habe er sich gedacht: Jetzt ist auch mal Zeit für eine Kur, quasi zum Abschied aus dem Berufsleben – mit diesen Worten hat sich GdL-Chef Manfred Schell via „Bild“-Zeitung zu einem Kuraufenthalt an den Bodensee verabschiedet. Und damit sich niemand sorgen muss hat er auch gleich noch erklärt, er habe „keine ernsthafte Erkrankung“.

Schells Verhalten stößt auf Unverständnis. „Wenn man kämpfen will, muss man richtig kämpfen und vor Ort sein“, hieß es beim Fahrgastverband ProBahn. Die GdL erklärte, Schell habe

die Kur wegen des Tarifstreits bereits dreimal verschoben, noch einmal habe sich der Termin nicht ändern lassen. Für die kommenden drei Wochen übernimmt Schells Vize Claus Weselsky die Verhandlungen. Doch auch wenn sein Chef nicht in der Nähe sein kann, so ist Weselsky nicht allein. Er habe „vom

Bodensee aus die Zügel fest in der Hand“, erklärte Schell. Wenn sich

etwas tue, „bin ich sofort in Frankfurt und verhandle mit dem Bahn-Vorstand“. Aber es sehe ja nicht danach aus, dass sich die Bahn bewege.

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