Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Arirang – Bekenntnisse eines Filmemachers.

Michael Meyns

Mit „Frühling, Sommer, Herbst, Winter … und Frühling“ feierte Kim Ki-duk 2003 seinen Durchbruch, wurde auf die großen Festivals eingeladen – ein Star des internationalen Kunstkinos. Bis bei den Dreharbeiten zu seinem letzten Spielfilm „Bi-Mong“ fast eine Schauspielerin ums Leben kam und Kim in ein tiefes Loch fiel. „Arirang“ (was in etwa „sich selbst erkennen“ bedeutet) ist Kims filmischer Versuch, sich aus seiner Depression zu befreien, seine bisherige Karriere Revue passieren zu lassen. In einer unbeheizten Hütte in den Bergen haust Kim. Mit einer Digitalkamera inszeniert Kim einen Dialog zwischen Versionen seiner Selbst. Eine wütende Analyse entwickelt sich, die oft kurz davor steht, zur Nabelschau zu werden. Und doch ist es faszinierend, Kim dabei zuzusehen, wie er seinen künstlerischen Stillstand anspricht. Hoffen wir, dass Kim durch diesen starken Film auf den Weg zurückfindet. Intensiv. Michael Meyns

ROK 2011, 94 Min., R: Kim Ki-duk

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben