Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Blank City.

Gerald Jung

Ende der Siebziger hausten in der New Yorker Bowery vom Punk infizierte Gestalten, die aus ihrer materiellen Not eine Tugend machten. Die Mittellosigkeit der jungen Bohème gebar Musiker, die keine Instrumente beherrschten, Schauspieler, die noch nie gespielt hatten, Regisseure, die sich Kameras liehen und einfach drauflosfilmten. Professionalität war verdächtig, kreative Grenzüberschreitung angesagt. Die junge französische Regisseurin Céline Danhier machte sich auf nach New York, um die Veteranen der „No Wave“-Szene aufzusuchen. Ihre 95 Filmminuten bersten geradezu vor Material, neben Interviews (mit Amos Poe, Lydia Lunch, Beth B. oder Jim Jarmusch) gibt es haufenweise Ausschnitte aus den Kultfilmen jener Zeit zu sehen. Zur Freude der damals schon Begeisterten und als aufregende Entdeckungsreise für den kunstinteressierten jungen Menschen von heute. Informativ. Gerald Jung

USA 2009, 95 Min., R: Céline Danhier

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