Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Come Together – Dresden und der 13. Februar.

Tobias Schwartz

Deutschland war der Aggressor im Zweiten Weltkrieg, die Naziherrschaft wurde mehrheitlich gestützt. Insofern sind in Dresden auch Täter zu Opfern geworden, als die Stadt im Februar 1945 Ziel alliierter Bomben wurde. Goebbels’ Mythos: eine „unschuldige“ Stadt sei einer „sinnlosen“ Zerstörung anheimgefallen. Barbara Lubich zeigt Instrumentalisierungen des Mythos. So übernahm die DDR-Führung das Nazivokabular als Stimmung gegen den Westen. Die Friedensbewegung wählte den 13.2. für Antikriegsdemos. Heute missbrauchen Neonazis das Datum für Aufmärsche. Lubichs Mittel sind einfach: Archivmaterial und Zeitzeugengespräche. Das tut der Wichtigkeit des Sujets keinen Abbruch. 2012 beschlossen die Dresdner Stadtratfraktionen von CDU und FDP die Einrichtung eines Mahnmals – mit den Stimmen der NPD. Wichtig.Tobias Schwartz

D 2012, 98 Min., R: Barbara Lubich

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben