Zeitung Heute : DOKUMENTARFILM

Tardi: Schwarz auf Weiß.

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Tardi meidet die Öffentlichkeit. Sein Galerist schirmt ihn ab, nicht einmal seine Verlage haben Kontakt zu dem scheuen Künstler. Im Ausgleich dafür legt Jacques Tardi alle paar Jahre ein neues Comic vor, gerne Krimis oder historische Stoffe, oft Adaptionen von populären französischen Autoren, die bei Kritik und Publikum gut ankommen. Ein fairer Tausch. Tardis neuester Band beruht auf den Kriegserinnerungen seines Vaters, eine Ausstellung zum Band ist im Literarischen Colloquium zu sehen. In dem acht Jahre alten Film von Pierre-André Sauvageot arbeitet der Meister noch an den Bänden „Killer stellen sich nicht vor“ und „Das Geheimnis des Würgers“. Doch das wertet den Werkstattbericht, der erstmals mit deutschen Untertiteln zu sehen ist, keineswegs herab. Wann hat man mal Gelegenheit, einem geheimnisvollen Genie bei der Arbeit über die Schulter zu sehen? Informativ. Lutz Göllner

F 2006, 50 Min., R: PierreAndré Sauvageot

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