Zeitung Heute : DRAMA

Die verborgene Welt

Nadine Lange

Amina fällt auf im Kapstadt der Fünfziger: Sie trägt Hemd, Hosen und Hut. Auch sonst hält sie sich nicht an die Konventionen: In ihrem Café, das sie zusammen mit dem farbigen Jacob betreibt, missachtet sie die Apartheidsgesetze und bedient Menschen aller Hautfarben. Noch dazu steht sie auf Frauen. Ganz anders Miriam, die als Hausfrau und Mutter auf einem einsamen Anwesen außerhalb der Stadt wohnt. Die Affäre ihres Mannes erträgt sie stillschweigend – bis sie Amina begegnet. Zwischen den beiden besteht sofort eine Anziehung, doch die Annäherung ist kompliziert. Shamim Sarif hat ihren eigenen Roman in etwas betulichen Bildern verfilmt. Ihr Stil ist plakativ und mitunter nah am Kitsch. Dennoch gelingen ihr immer wieder anrührende Momente, etwa bei der Schilderung der verhinderten Liebe zwischen Jacob und der Postvorsteherin. Gediegenes Apartheidsdrama.Nadine Lange

„Die verborgene Welt“, SA/UK 2007/8, 93 Min., R: Shamim Sarif, D: Sheetal Sheth, Lisa Ray

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