Zeitung Heute : DRAMA

Hunger

Lars Weber

Hungern, auch wenn man dabei stirbt. Das war die Devise der IRA-Häftlinge, die 1981 mit einem Hungerstreik den Status von politischen Gefangenen erlangen wollten. Dem Streik waren andere Protestmaßnahmen vorausgegangen, wodurch die Lage im Isolationshafttrakt extrem angespannt war. Die Gefängniswärter wussten sich nur mit massiver Gewalt zu helfen, was einige von ihnen aufrieb. „Hunger“, das Spielfilmdebüt von Regisseur und Künstler Steve McQueen, schafft es eindrucksvoll, die Perspektiven von Häftlingen und Wärtern zu zeigen. Durch den sehr langsamen Rhythmus des Films wird die Beklemmung des Gefängnisses und der schleichende Todesprozess des Aktivisten Bobby Sands unmittelbar. Der deutsch-irische Schauspieler Michael Fassbender besticht in seiner Rolle als Sands. Schockierend und mitreißend. Lars Weber

„Hunger“, GB/IRL 2008,

92 Min., R: Steve McQueen, D: Michael Fassbender

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar
      Kommentar schreiben