Zeitung Heute : DRAMA

Das Fischkind

von

Die Familie von Richter Bronté wohnt in einer guten Gegend von Buenos Aires. Das indianische Hausmädchen Lin und die Tochter Lala sind etwa im gleichen Alter – und ein Liebespaar. Die beiden planen, nach Paraguay durchzubrennen, der Heimat von Lin. Doch dann sieht Lala, wie ihr Vater Sex mit Lin hat. Regisseurin Lucía Puenzo („XXY“) inszeniert ihren zweiten Spielfilm nach eigener Romanvorlage, von der sie stark abweicht. Das Buch ist chronologisch erzählt, der in düsteren Bildern gehaltene Film pendelt zwischen den Zeitebenen, wodurch er eine gewisse Geheimnishaftigkeit bekommt. Das spiegelt den stockenden Erkenntnisprozess von Lala, die nur langsam versteht, wie wenig sie vom Schicksal ihrer Geliebten wusste. Inés Efron, die schon in „XXY“ die Hauptrolle spielte, muss viel weinen in diesem Drama, das vor allem durch sie sehenswert wird. Düster. Nadine Lange

„Das Fischkind“, ARG/F/E 2009, 92 Min., R: Lucía Puenzo,

D: Mariela Vitale, Inés Efron

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