Zeitung Heute : DRAMA

Die Nacht der Giraffe.

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Der Zoo von Jakarta ist ein verwunschener Ort, vor allem des Nachts: Traumland, Heimat der Heimatlosen, Mikrokosmos der Migranten, Gefangenen und Flüchtlinge. Hier, im dschungelähnlichen Park, wächst Lana (Ladya Cheryl) auf. Das Mädchen läuft auf Stelzen, um es der Giraffe gleichzutun, plaudert mit dem Tiger und gleitet mit dem Schwanentretboot über den See. Bis ein Cowboy-Magier auftaucht, mit dem Lana sich hinaus in die Menschenwelt begibt. Als ihr Gefährte in einem Feuerzauber verschwindet, arbeitet sie im Sexmassagesalon – und stiehlt sich immer wieder in den Zoo zurück, diese Märchenwelt für Unbehauste. „Die Nacht der Giraffe“ ist ein verrückter, bitterzarter Film des indonesischen Independent-Kultregisseurs Edwin, über Pelz und Fell, Haut und Haar, verlorene Seelen und die Poesie des Politischen. Surreal. Christiane Peitz

RI 2011, 96 Min., R: Edwin, D: Ladya Cheryl, Nicholas Saputra, Adjie Nur Ahmad

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