Zeitung Heute : DRAMA

Za Marksa – Für Marx.

Markus Raska

2010 herrschen in einer russischen Eisengießerei katastrophale Bedingungen. Verdorbenes Kantinenessen, Lohnkürzungen, drohende Entlassungen, die korrupte Vertretung – die Arbeiter planen eine unabhängige Gewerkschaft. Während sich die Chefs kräftig die Taschen vollstopfen, diskutieren die Arbeiter über Brecht, das Hollywood-System und die Nouvelle Vague. Und über ihre Rechte. Ein harter Kampf beginnt. Svetlana Baskova knüpft in ihrem zweiten Langfilm an die Ikonen des revolutionären Films wie Eisensteins „Streik“ oder auch an Brechts episches Theater an. Das Ganze erzählt mit einem dokumentarischen Blick, der keine versoffenen Arbeitssklaven zeigt, sondern denkende, engagierte Menschen. Auch wenn die Konstruktion des Filmes hier und da knirscht, gelingen ihr eindrucksvolle Einstellungen. Kämpferisch. Markus Raska

RUS 2012, 100 Min., R: Svetlana Baskova, D: Sergej Pakhomov, Vladimir Epifantsev

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