Zeitung Heute : Drucker für jeden Geldbeutel

MARKUS VON RIMSCHA

Wenn es darum geht, Daten zu Papier zu bringen, stehen verschiedene Druckervarianten zur Auswahl.Die am weitesten verbreiteten Technologien sind hier Tintenstrahl- und Lasergeräte.

Der wesentliche Vorteil der Tintenstrahldrucker ist die gute Farbqualität bei vergleichsweise geringen Anschaffungskosten von teilweise unter 300 Mark.Zwei große Nachteil haben jedoch die Geräte: die geringe Geschwindigkeit und die hohen Unterhaltskosten.Neben den Farbpatronen schlägt hier das Papier kräftig zu Buche.Insbesondere sehr billige Modelle neigen dazu, auf schlechtem Papier relativ unscharfe Ausdrucke zu erzeugen.Tintengeräte eignen sich also hauptsächlich für den sporadischen Hausgebrauch.

Beim Laserdrucker stellt sich die Situation umgekehrt dar.Die farbfähigen unter ihnen sind für den Privatanwender nicht erschwinglich, dafür wird schneller gedruckt.Bei größerem Volumen sprechen aber auch die Unterhaltskosten - trotz des höheren Anschaffungspreises ab etwa 600 Mark - für die Lasertechnik: Hier macht auch die Verwendung von billigem Papier keine Probleme.Toner-Patronen sind zwar relativ teuer, halten aber auch entsprechend länger.Mit einem Laserdrucker ist also jeder Anwender gut beraten, der einen höheres Volumen zu bewältigen hat und auf Farbdrucke verzichten kann.Die übliche Auflösung von 600 Punkten pro Zoll ist für Textdrucke völlig ausreichend, sehr hohe Werte machen sich am ehesten bei Bildern bemerkbar - nicht gerade die Hauptaufgabe der Lasergeräte.

Für eher exotische Anwendungen gibt es auch andere Techniken.Wer beispielsweise sehr viel Text ohne besondere optische Ansprüche zu Papier bringen möchte, setzt unter Umständen immer noch Nadeldrucker ein, die recht geringe Unterhaltskosten verursachen.Dafür ist das Betriebsgeräusch äußerst unangenehm.Unter Thermosublimationsdruckern sind Spezialgeräte für den Fotodruck zu verstehen.Diese Techniken sind für Standardaufgaben kaum einsetzbar und eignen sich daher hauptsächlich für Zweitgeräte.

Die Verwendung von Druckern unter den verschiedenen Betriebssystemen ist heute kaum noch problematisch.Die meisten Hersteller liefern die erforderlichen Treiber für die verschiedensten Systeme mit: mit Hilfe dieser Software kann mit dem Gerät kommuniziert werden.Andererseits unterstützen die meisten Betriebssysteme von Haus aus eine recht umfangreiche Palette an Druckern.Die meisten Geräte halten sich ferner an de-facto-Standards.So ist beispielsweise die Seitenbeschreibungssprache "PCL" von Hewlett-Packard gerade für Laserdrucker weit verbreitet, viele sind "HP-kompatibel".

Wer sich ein Gerät leistet, das die standardisierte Drucker-Sprache "Postscript" versteht, hat ohnehin keine Sorgen mehr.Eine unrühmliche Ausnahme bilden lediglich GDI-Drucker (graphics device interface).Diese sind speziell für die Grafikschnittstelle von Windows ausgelegt und machen unter anderen Oberflächen häufig Probleme.Unter dem alternativen Betriebssystem Linux werden beispielsweise GDI-Geräte momentan nicht unterstützt.Wer sich also einen solchen Drucker zulegen möchte, der sollte sich sicher sein, Microsoft auch noch in Zukunft die Treue zu halten.

Tagesspiegel - Debatten


Hintergründe und Expertisen zu aktuellen Diskussionen: Tagesspiegel Causa, das Debattenmagazin des Tagesspiegels.

Hier geht es zu Tagesspiegel Causa!

0 Kommentare

Neuester Kommentar