Zeitung Heute : Dünger sorgt im Folgejahr für kräftige Blüten

Großblumige Tulpen und Narzissen blühen häufig nur im ersten Jahr so richtig prächtig. Daher werden sie meist wie Einjahresblumen behandelt. Das muss aber nicht sein: Etwas Dünger sorgt auch im Folgejahr für kräftige Blüten, heißt es beim Zentralverband Gartenbau (ZVG) in Bonn. Vor allem die Tulpen benötigen viel Kraft, um die nächste Blütengeneration aufzubauen. Sie entwickeln jedes Jahr völlig neue Zwiebeln, während die alte Zwiebel abstirbt. Ohne zusätzliche Nährstoffe fallen die neuen Zwiebeln schwach aus und tragen lediglich Blätter.

Sobald sich die Blätter aus der Erde schieben, sollte deshalb eine kräftige Handvoll Hornspäne oder Knochenmehl über die Pflanzstelle gestreut werden, um Mängel auszugleichen. Auch Abdecken mit Kompost tut den Zwiebeln gut. Wer sicher gehen will, düngt regelmäßig vom Erscheinen der Blätter an mit einem Volldünger. Erst wenn die Blätter gelb werden, wird die Düngung eingestellt. Mit Beginn des Blattaustriebs gestreuter oder oberflächlich in den Boden eingearbeiteter Dauerdünger erleichtert die Arbeit. Für diese Form der Düngung eignet sich aber nur Dauerdünger, der seine Nährstoffe nicht länger als drei Monate fließen lässt. Die Nährstoffansprüche von Botanischen Tulpen und kleinblütigen Narzissen sind nicht ganz so groß. Aber auch sie sind über Gaben von Hornspänen und Knochenmehl dankbar. Tulipa tarda, Tulipa sylvestris oder die zierlichen Cyclamineus-Narzissen verwildern dann gerne und erobern sich neue Standorte, an denen sie immer mehr zierliche Blüten öffnen. dpa

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