EDITORIAL : Letzte Gelegenheit

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Schluss mit dem Rumgedümpel „zwischen den Jahren“! Hinfort mit dem Neujahrskater! Da es traditionsgemäß ein wenig dauert, bis der Berliner Veranstaltungsbetrieb nach dem Jahreswechsel wieder auf Hochtouren läuft, könnte man Versäumnisse nachholen. Etwa ein paar bedeutende Ausstellungen besuchen, die in Kürze auslaufen. Also, nichts wie hin zu den wackeren Olympioniken im Gropius-Bau (bis 7.1.). Ab ins Neue Museum, wer sich von edlem Geschmeide blenden lassen möchte („Russen & Deutsche“, bis 13.1.). Weniger pompös, aber dafür umso feinsinniger geht es im Kulturforum zu, wo noch bis Sonntag die famose Ausstellung „Karl Friedrich Schinkel. Geschichte und Poesie“ zu bestaunen ist. Der Preuße war nicht nur ein herausragender Architekt, Maler und Theatervisionär, sondern auch ein liebender Vater. Das unvollendete Porträt seiner Kinder Marie, Susanne und Karl gehört zum Schönsten, was ich seit langem an Kunst gesehen habe. Ein Meisterwerk, das man unbedingt gesehen haben sollte, ehe es wieder ins Saint Louis Art Museum entschwindet.Jörg Wunder

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