EDITORIAL : Schwarze Schwingen

G,a Bartels

Da lebt man ewig und drei Tage in Berlin. Hat sich auch abends öfter mal vor die Tür getraut und besteht trotzdem hauptsächlich aus Bildungslücken. Wohl, weil nicht alle Tage Abend ist, sondern eben immer nur abends. Na, ist ja auch egal, warum. Die Neujahrsüberraschung überhaupt ist jedenfalls, wenn man dann doch endlich mal ein paar Künstler live sieht, deren Namen immer so in der Szene herumgeistern und die dann besser sind als ihr Ruf. Beispielsweise der tolle Indie-Entertainer Bernd Begemann. Der ist zwar Hamburger, aber trotzdem regelmäßig hier. Spitzenmäßig, wie er neulich im Admiralspalast seine pompöse Nachtlebenballade „Auf den schwarzen Schwingen der Nacht“ dargeboten hat. Oder Cora Frost, die ebenfalls dort auftrat, und mangels besseren Wissens häufig unter dem Langweiler-Etikett Chansonnette läuft. Die kann ja richtig super singen. Dasselbe gilt auch für die witzige Popette Betancor, die gerade im BKA gastierte und demnächst (22.1.) im Ballhaus Ost auftritt. Also, aller Tage Abend kann gar nicht oft genug sein. Gunda Bartels

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