Zeitung Heute : Ein Familientreffen der Internet-Branche

HOLGER SCHLÖSSER

Auf der Internetworld Berlin steht der digitale Handel im Mittelpunkt / Freier Eintritt für vorangemeldete BesucherVON HOLGER SCHLÖSSERDie Zeit der Lockerungsübungen im Internet ist vorbei und die Hatz auf die Jagdgründe im weltweiten Computernetz ausgerufen.Schließlich sollen hier zur Jahrtausendwende allein in den USA bis zu 100 Milliarden Dollar Jahresumsatz erzielt werden können.Was sind die neuesten Entwicklungen in Sachen Electronic Commerce, Multimedia-Kommunikation und Online-Marketing? Welche Strategien verfolgen die neuen Firmen der Telekommunikation und die Internet-Service-Provider? Diese Fragen zu diskutieren bietet die Internet World Berlin Gelegenheit, die vom 26.bis 28.Mai 1998 bereits zum zweiten Mal auf dem Messegelände unterm Funkturm stattfindet.240 Aussteller haben ihr Kommen bereits zugesagt und werden ihre Produkte und Dienstleistungen zur Schau stellen.Auch was die Besucherzahlen betrifft, sieht man im Münchner Projektbüro dem Event optimistisch entgegen: immerhin haben sich laut eigenen Angaben bereits im Vorfeld 21 151 Fachbesucher angemeldet.Damit hat die Veranstaltung des US-Verlagshauses Mecklermedia, das Messen dieser Art in mehr als 20 Ländern der Erde auf die Beine stellt, die Zahlen im Vergleich zum Vorjahr deutlich steigern können.Die Bedeutung dieser Fachmesse für die Internetbranche unterstreicht Bundeswirtschaftsminister Günter Rexrodt, indem er der die Schirmherrschaft übernommen hat und die Eröffnungsrede halten wird.Diesjährige Schwerpunkte der Messe sind Electronic Commerce, Online-Marketing und -Werbung, Intranet/Extranet, IT-Sicherheit sowie Internet-Telefonie.So präsentiert die Münchner Cybernet AG in den Messehallen Software für den Internethandel, für eine Integration von Fax und E-Mail sowie zum sicheren E-Mail- und Datenverkehr im Internet.Web-Publisher und Online/Multimedia-Agenturen zeigen sich und ihre Produkte im Apple Partner Park.Auch Microsoft baut für seine Partner gleich einen ganzen Pavillon, in dem unabhängige Softwareentwickler und Service Provider Lösungen auf der Basis von ActiveX, BackOffice, Windows NT und Internet Explorer 4 vorstellen.Unter den Anbietern zeigen auch zahlreiche Berliner Unternehmen ihre Kompetenz für diesen Markt, darunter der Apple-Händler und Internet-Provider H/S/D Consult, der Internetservice 4PEOPLE.NET, der Internet-Dienstleister DEU.NET und Mediacube, die sich mit Videoübertragungen im Internet einen Namen gemacht haben.Die Medienpartner der Veranstalter, wie beispielsweise das Handelsblatt, n-tv oder Focus Online, planen ebenfalls über ihre Online-Aktivitäten zu informieren.Wie schon im letzten Jahr wird die Messe von einem Kongreß begleitet.Beides erscheint den Veranstaltern gleichwertig: was hier hier an Theoretischem angeeignet wird, kann dort in der Praxis angeschaut werden.Die Rednerliste ist beeindruckend.Redner wie Detlev Buchal aus dem Vorstand der Deutschen Telekom, Götz Kauschka, Mitglied der Geschäftsleitung bei Microsoft, Peter Pagé, Mitglied des Vorstandes bei Siemens Nixdorf werden in eigenen "Keynotes", wie Kurzreferate in der Szene genannt werden, über neueste Trends der I+K-Technologien berichten.Fachkompetenz versprechen auch die "Panels" genannten Diskussionsrunden.In einer wird etwa "Die Zukunft des Internet und Electronic Commerce in Deutschland und Europa" Gegenstand sein.Wie wird das Internet die deutsche und europäische Wirtschaft verändern? Wie sieht die Zukunft des Internet aus? Diesen Fragen will sich eine Reihe ausgewiesener Experten von Vorzeigeunternehmen wie dem ostdeutschen Intershop, der Deutschen Telekom oder den Softwareriesen Microsoft und SAP stellen.Neben dem inhaltlichen Niveau wurde auch die Preispolitik beibehalten.Fachbesucher, die sich bereits im Vorfeld anmelden, können sich die 120 Mark Eintritt sparen und sich den Eintrittsausweis für alle drei Tagen kostenlos zusenden lassen.Die Teilnahme am Kongreß ist jedoch nicht inklusive.Hier gilt eine andere Preisdimension; schließlich kostet die Dauerkarte 1990 Mark, die 3-Tageskarte noch 1690, die 2-Tageskarte 1290 und die Tageskarte noch 890 Mark.Studenten wird immerhin Rabatt gewährt.Wer über einen Internetanschluß verfügt, kann es auch preiswerter haben: Ausgewählte Kongreß-Sessions und Highlights vom Messegeschehen wird es live im Internet über die Messe-Website

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