Zeitung Heute : Ein Flecken mit Charme

Mit der Aufstellung der Statue des Namensgebers ist die Verschönerung des Adenauerplatzes abgeschlossen

Waltraud Hennig-Krebs

Nun wirkt er komplett: der Adenauerplatz. Das kleine Dreieck, das Anfang der 1970er-Jahre durch die neue Einmündung der Wilmersdorfer Straße in die Lewishamstraße entstand, hat alles, was einen solch grünen Flecken ansehnlich macht: Bäume, Brunnen, Bänke – und seit gut einem Jahr die lebensgroße Plastik des Namensgebers Konrad Adenauer.

Weit über zwanzig Jahre fristete der Platz ein eher kümmerliches Dasein. Der Brunnen, ein flaches Rundbecken aus Stein mit der Brunnenskulptur „Säule in der Brandung“ aus Chromnickelstahl, gestaltet von Brigitte und Martin Matschinsky-Deninghoff, wurde bereits 1974 in Betrieb genommen. Er bot jahrelang einen trostlosen Anblick. Seit der Instandsetzung im Jahre 1999 ist er wieder funktionsfähig.

Ein Jahr später erhielt der Platz durch einen privaten Spender ein historisch gestaltetes Namensschild als schmückendes Element. Doch der krönende Abschluss der Verschönerung sollte ein Denkmal sein. Im November 2001 reichte die Konrad-Adenauer-Stiftung den Antrag zur Aufstellung einer Statue beim Bezirksamt ein. Nur eine Woche benötigte die Behörde für die Genehmigung. Und wieder war es ein großzügiger Sponsor, nämlich die Wall AG, der die Kosten übernahm.

In der Bildgießerei Noack wurde die Bronzefigur, ein Entwurf der Kölner Bildhauerin Helga Tiemann, gegossen. Historische Vorlage war ein Foto, das Konrad Adenauer beim Verlassen des Sitzes der Hohen Kommission auf dem Petersberg bei Bonn zeigt.

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