Zeitung Heute : Ein Mann steht auf

Theun de Vries macht den Maler zur Romanfigur

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„1650 … Ein unruhiges, düsteres Jahr in den Niederlanden. Ein unruhiges, düsteres Jahr in Rembrandts Haus.“ So beginnt Theun de Vries seinen großartigen Roman „Rembrandt“, der bereits 1931 in den Niederlanden erschienen ist. Nicht die heroische junge und erfolgreiche Lichtgestalt steht im Zentrum seines Romans, sondern der Künstler in seiner größten Lebens- und Schaffenskrise. Die 50er Jahre sind für Rembrandt ein Wechselbad der Gefühle, ein alternder Künstler, vom Glück und seinen Gönnern verlassen, ringt mit sich selbst und findet mit Henrickje sein neues Glück und wieder Erfolg. „Rembrandt“ ist die Geschichte eines Mannes, der sich vom Establishment Amsterdams nicht unterkriegen lässt, ein großartiges Panorama des 17. Jahrhunderts, erzählt aus unterschiedlichen Perspektiven. Thematisch passt es zu der Ausstellung „Rembrandt – Suche eines Genies“, die in Amsterdam und in Berlin zu sehen sein wird. R. B.

Theun de Vries: Rembrandt. Aus dem Niederländ. von Eva Schuman. Nachbearb. von H. Schwers. dtv, München 2001. 349 S., 10 €.

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