Zeitung Heute : Ein Muss: Die Unfallversicherung

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„Schwarzarbeit, nein Danke“. Nach diesem Motto werden wohl auch nach der MiniJob-Reform nicht alle Privathaushalte verfahren, die Hilfen beschäftigen. Im Interesse der „Perlen“ sollten Familien oder Singles, die sich zu Hause helfen lassen, aber wenigstens eine Unfallversicherung abschließen. Schließlich passiert ein großer Teil der Unfälle im Haushalt.

Die Unfallversicherung gibt es fast anonym und preiswert bei den Unfallkassen. 45 Euro pro Kalenderjahr verlangt etwa die Unfallkasse Berlin für den Versicherungsschutz von Haushaltshilfen, die pro Woche nicht mehr als zehn Stunden tätig sind. Abgedeckt sind damit die Lohnfortzahlung nach einem Unfall, die Kosten für die Wiederherstellung der Gesundheit der Betroffenen, gegebenenfalls eine Verletztenrente oder - schlimmstenfalls - eine Hinterbliebenenrente. Name und Anschrift der Beschäftigten müssen bei der Anmeldung nicht angegeben werden. Die Unfallkasse fragt nur nach deren Zahl. Und sie will auch nicht wissen, ob die gemeldeten Hilfen sozialversichert sind oder ob die Löhne versteuert werden. Zudem gibt es auch keinen Datenabgleich mit Kranken-, Renten-, Arbeitslosenversicherung oder dem Finanzamt. Wer seine Putzhilfe per Haushaltsscheck bei der Mini-Job-Zentrale anmeldet, wird einige Wochen später Post von der Unfallkasse erhalten. rw

Unfallkasse Berlin, Culemeyerstr. 2,

12277 Berlin-Marienfelde, 76 24 - 0, www.unfallkasse-berlin.de .

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