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Ein Sofa wie ich : Chamäleon

05.10.2012 00:00 Uhrvon
Steffen Kehrle sucht in seinen Projekten nach Funktionalität und Klarheit, weniger nach einer ausgefallenen Formensprache.Bild vergrößern
Steffen Kehrle sucht in seinen Projekten nach Funktionalität und Klarheit, weniger nach einer ausgefallenen Formensprache. - Foto: Sitzfeldt

Seine Entwürfe schweben meistens irgendwo zwischen skandinavischer Klarheit und japanischer Präzision. Das zeigt sich auch in Steffen Kehrles Modulsofa „SET“.

Die schönsten Einzelstücke lassen sich oft mit einfachen Mitteln kreieren. Das gilt auch für das neue Sofa „SET“, das Steffen Kehrle für die Berliner Möbelmarke Sitzfeldt entworfen hat. „SET“ ist eine moderne Interpretation des klassischen Modulsofas, die dem Wunsch nach mehr Individualität begegnen soll. „Ich wollte ein Sofa gestalten, das für sich steht und sich mit seinem Besitzer verändern kann“, sagt er. Der 36-Jährige Schwabe hat Industriedesign an der Universität für angewandte Kunst in Wien studiert. Seit dreieinhalb Jahren betreibt er in München sein eigenes Atelier und hat es geschafft, sich bereits national und international einen Namen zu machen.

Er arbeitete unter anderem für Marken wie Muji, L'Abbate, Fiat oder Puma.

Steffen Kehrle ist nicht darum bemüht, spektakuläre Objekte zu gestalten. Seine Entwürfe schweben meistens irgendwo zwischen skandinavischer Klarheit und japanischer Präzision. „Ich bin auf der Suche nach dem Punkt im Projekt, weniger nach einer ausgefallenen Formensprache“, sagt er. Die charakteristische Balance aus schlichter Ästhetik, bescheidener Linienführung und praktischer Funktionalität spiegelt sich auch im Design von „SET“ wider. Dabei ist das Konzept gleichermaßen überschaubar wie genial.

Das System besteht aus nur vier Grundbauteilen: einer Sitzfläche, einer Rückenlehne mit losem Kissen und einer Armlehne in zwei Größen. Die kompakten, kubisch geformten Elemente lassen sich im Gegensatz zu den meist eher voluminösen Modulen recht schnell überblicken und ganz unkompliziert nach individuellen Bedürfnissen zusammenstellen. Und dieses Sitzmöbel kann so gut wie alles werden: ein einfacher Sessel, eine verspielte Liege, ein geschicktes Ecksofa oder eine üppige Empfangslounge. Ein echtes Interieur-Chamäleon, das sich jeder Wohnsituation anpasst und gleichzeitig den persönlichen Lebensstil ausdrückt. Neben der Form können auch Bezüge und Farben frei ausgewählt werden.

Baukastenprinzip. Das System "SET" für Sitzfeldt besteht aus nur vier Grundbauteilen, die man zu einem immer neuen Ensemble zusammenfügen kann..Bild vergrößern
Baukastenprinzip. Das System "SET" für Sitzfeldt besteht aus nur vier Grundbauteilen, die man zu einem immer neuen Ensemble zusammenfügen kann.. - Foto: Sitzfeldt

Die einzelnen Teile kann man beliebig kombinieren, ohne dabei einen großen Aufwand betreiben zu müssen. Die Idee des Designers war gerade, alles so leicht wie möglich zu arrangieren. Dafür hat er einen intelligenten Befestigungsmechanismus entwickelt. Jede Lehne ist mit zwei L-förmigen Metallplatten versehen. Ein Teil des Metallstücks wird in die Holzplatte eingefräst. Das andere Ende lässt sich dann mit jeweils zwei Inbusschrauben und wenigen Handgriffen unter dem Sitzelement befestigen. Eine passende Löcherkombination verläuft rund um den unteren Rand der Sitzfläche herum.

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