Zeitung Heute : Ein Zahn weniger

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Früher hieß es, jede Geburt kostet die Mutter einen Zahn. Wissenschaftler der dänischen Universität Odense und des MaxPlanck-Instituts sind der Frage nachgegangen, ob sich diese These wissenschaftlich belegen lässt. Tatsächlich ergab eine Studie an 1000 Zwillingspaaren einen Zusammenhang: Bei Müttern registrierten die Forscher eine stärkere Anfälligkeit gegenüber Zahnerkrankungen als bei Kinderlosen. Als eine Ursache werteten die Wissenschaftler den erhöhten Östrogenspiegel während der Schwangerschaft. Der veränderte Hormonhaushalt begünstige Zahnfleischblutungen und führe zu einem erhöhten Kariesrisiko.

Das Forum Zahngesundheit der südbadischen Zahnärzte schreibt in diesem Zusammenhang, dass das „Protein-Biosynthese-System“ der Mutter, welches das für das Wachstum des Ungeborenen notwendige Eiweiß produziere, auch für die Produktion von Abwehrzellen zuständig sei. Während der Schwangerschaft ist es möglicherweise überfordert. Bakterien gewännen dadurch leichter die Überhand. Werdenden Müttern sei deshalb zu empfehlen, die Mundhygiene zu intensivieren.

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